Große Augen bei "Bares für Rares": Verkäuferin wünscht sich für Erbstück fünfstellige Summe

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Bares für Rares
Moderator Horst Lichter staunte beim Anblick des Teleskops: "Das ist großartig - Wahnsinn!"
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Für das riesige Teleskop wünschte sich die Verkäuferin 15.000 Euro.
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Für 8.000 Euro wechselte das historische Teleskop den Besitzer und ging an David Suppes.
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Dieses Schmuckstück aus den 1890er-Jahren könnte laut der Expertin zwischen 700 und 900 Euro erzielen.
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Eine Parfümflakon-Kette aus dem Jahr 1978 wartete ebenfalls auf einen neuen Besitzer.
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Die Porzellanmaske war zwischen 1930 und 1940 entstanden und überzeugte mit einem nahezu makellosen Zustand.
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Zum Schluss wurde ein Biskuitwärmer aus dem späten 19. Jahrhundert präsentiert.
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Den Sternen ganz nah: In der ZDF-Trödelsendung "Bares für Rares" begeisterte ein imposantes Gerät. Gleichermaßen eindrucksvoll war auch der fünfstellige Wunschpreis.

Schon beim ersten Blick auf das gewaltige Exemplar blieb Moderator Horst Lichter der Mund offen stehen: "Das ist großartig - Wahnsinn!" Wo hatte das imposante Teleskop, das in der Donnerstagsausgabe der ZDF-Sendung zum Verkauf stand, wohl jahrzehntelang seinen Platz gehabt?

Nicht nur das außergewöhnliche Objekt sorgte für Gesprächsstoff. Auch die beiden Verkäufer überraschten mit einer Anekdote. Denn auf Nachfrage von Lichter verriet Anette: "Wenn ich ehrlich bin, haben wir uns erst heute Morgen um neun Uhr kennengelernt." Dieser konnte sich ein erstauntes "Das ist hochinteressant! Wie kam es dazu?" nicht verkneifen.

Der Hintergrund war schnell erklärt: Das historische Teleskop hatte bei Bekannten von Anette gestanden. Da die Verkäuferin selbst keinerlei Erfahrung mit Teleskopen hatte, machte sie sich auf die Suche nach jemandem, der sie fachkundig begleiten konnte. Mit Thorsten fand sie schließlich genau den Richtigen. Der passionierte Hobby-Astronom besaß selbst mehrere Teleskope - ein derart altes und großes Exemplar hatte allerdings auch er bislang noch nicht.

Bei dem Instrument handelte es sich um ein restauriertes Erbstück von Anettes Vater. Der begeisterte Sternenfreund hatte das Teleskop einst bei einer Auktion von einem deutschen Kloster erworben. Für Annette sei es stets "eine Augenweide" gewesen.

Verkäuferin verrät stolzen Wunschpreis für Teleskop

Expertin Annika Raßbach erklärte, dass Teleskope dieser Größe nie für den Hausgebrauch gedacht gewesen seien. Sie hätten ihren Platz vielmehr in Sternwarten oder eben auch in Klöstern gefunden. "Vielen ahnen gar nicht, dass Mönche nicht den ganzen Tag gebetet oder im Garten gearbeitet haben", erklärte die Expertin. Klöster seien damals bedeutende Orte für Wissenschaft, Bildung und Forschung gewesen. "Teleskope wurden täglich genutzt."

Gefertigt worden war das Refraktor-Teleskop in den 1850er-Jahren von der Londoner Firma Mills. Mehrere hochwertige Vergrößerungslinsen gehörten ebenfalls dazu. Ob sich damit auch der hohe Wunschpreis von 15.000 Euro verwirklichen ließ?

Die Expertise holte die Erwartungen allerdings auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Marktwert lag zwischen 4.000 und 6.000 Euro. "Gut", seufzte Annette. "Man muss Kompromisse eingehen im Leben." Trotzdem nahm sie die Händlerkarte mit Zuversicht entgegen. Im Händlerraum sorgte das riesige Fernrohr für offen stehende Münder. So ein gewaltiges Teleskop hatte dort bislang niemand gesehen - ein echter Hingucker.

Die spannende Frage lautete nun: Würde das außergewöhnliche Sammlerstück den Schätzpreis erreichen? Oder war vielleicht sogar noch mehr drin?

Tierisches Schmuckstück löst Skepsis aus: "Ich hab eine Phobie vor Schlagen"

Nach einem lebhaften Bietergefecht setzte sich schließlich Händler David Suppes durch. Für 8.000 Euro wechselte das historische Teleskop den Besitzer, der von nun an den Sternen ganz nah sein konnte.

Horst Lichter machte derweil aus seiner Abneigung gegen Schlangen keinen Hehl. Als Gold-Brosche wirkte das laut der Expertin "ganz entspannte, gar nicht aggressive" Tier jedoch elegant. Das Schmuckstück aus den 1890er-Jahren könnte zwischen 700 und 900 Euro erzielen. Händler Anaisio Guedes gestand zwar: "Ich hab eine Phobie vor Schlagen", ließ sich von der ungefährlichen Variante aber nicht abschrecken.

Auch David Suppes zeigte großes Interesse an dem Familienerbstück. Mit einem Gebot von 850 Euro sicherte er sich das Schmuckstück schließlich. Guedes ging leer aus. Danach wurde es noch einmal schmuckvoll: Eine Parfümflakon-Kette aus dem Jahr 1978 wartete auf einen neuen Besitzer. Das von Givenchy entworfene Schmuckstück präsentierte sich in gutem Zustand. Der Wunschpreis lag bei rund 200 Euro. Dass sie nicht aus echtem Gold war, bemerkte Wolfgang Pauritsch direkt. Das tat dem Reiz des Modeschmucks aber keinen Abbruch. Für 150 Euro sicherte sich schließlich Anaisio Guedes das gute Stück.

Biskuitwärmer aus dem späten 19. Jahrhundert erzielt 2.600 Euro

Anschließend rückte eine elegante Porzellanmaske in den Mittelpunkt. Das Werk von Hermann Hubatsch war zwischen 1930 und 1940 entstanden und überzeugte mit einem nahezu makellosen Zustand. Die Expertise sah ihren Wert bei 250 bis 350 Euro. Die "Mondäne Maske" gefiel zwar auch dem Händlerteam, doch über 150 Euro wollte Fabian Kahl nicht hinausgehen. Die Summe genügte dennoch, um das dekorative Stück mit nach Hause zu nehmen.

Zum Schluss wurde ein ungewöhnlicher Biskuitwärmer aus dem späten 19. Jahrhundert präsentiert. Die Verkäuferin hatte ihn im Nachlass ihrer Schwester entdeckt. Das silberne Stück konnte zugleich als Bonbonniere genutzt werden und sollte laut Expertise zwischen 2.600 und 3.000 Euro wert sein. Wolfgang Pauritsch erklärte seinen Kollegen zunächst die Funktionsweise des seltenen Objekts und bot dann fleißig mit. Mit 2.600 Euro nannte er schließlich das höchste Gebot.

Quelle: teleschau – der mediendienst