Schlechte Nachrichten für Spargelfreunde: "Sie müssen noch Geduld haben. Für die Ernte ist es einfach zu kalt", sagt Hans Höfler, Spargelbauer aus Nürnberg und Vorsitzender des Spargel-Erzeugerverbandes Franken.

Trotzdem ist er gerade mit Spargel beschäftigt, als die Anfrage dieser Zeitung ihn erreicht: Höfler sitzt auf seiner Pflanzmaschine, mit der er vollautomatisch Spargel für Kollegen im Nürnberger Land pflanzt. "Momentan schneit's und Böen peitschen übers Feld", sagt er und lacht, "aber ich bin gut geschützt in meinem Traktor".

Verbraucher müssen Geduld haben

Dennoch sind es Schnee, Regen und Kälte, die der Spargel-ernte einen Strich durch die Rechnung machen.
Höfler trägt es mit Fassung: "Die Karwoche war schon oft kalt, das ist heuer nichts Neues." Deshalb werden die Verbraucher bis Mitte, vielleicht sogar Ende April auf fränkischen Spargel warten müssen.

Ein paar Stangen gibt es schon

Zumindest auf größere Mengen. "Ein paar Stangen gibt es schon", weiß Höfler von drei Betrieben aus Unterfranken und einem aus Fürth. "Um 14 Tage früher dran zu sein als die Kollegen, betreiben sie großen Aufwand und decken die Erdwälle mit Drei- bis Vierfach-Folien ab, die tagsüber Sonne speichern und nachts die Pflanzen vor Kälte schützen". Preis für die rare Ausbeute: zwischen 10 und 12 Euro. Für die Saison rechnet Höfler mit 7 bis 9 Euro pro Kilo.

Größere Menge aus Oberbayern - aber teuer

Wer nicht auf den fränkischen Spargel warten will, kann jetzt schon oberbayerischen kaufen: Er kommt von Feldern, die über Warmwasserleitungen beheizt werden. "Diesen Aufwand müssen die Verbraucher bezahlen", sagt Höfler: "20 Euro pro Kilo".