Die Jury des Nürnberger Menschenrechtspreises hatte den Anwalt 2009 als einen der "mutigsten Verteidiger der Menschenrechte im Iran" bezeichnet - schon mehrfach war er vom Regime im Iran eingesperrt worden. Abdolfattah Soltani hatte im Iran politisch Gefangene vertreten, außerdem hatte er gemeinsam mit der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi in Teheran ein Zentrum für Menschenrechte gegründet. Weil er den Nürnberger Menschenrechtspreis bekommen hat - und diese "illegale" Auszeichnung auch annahm, wurde er im September 2011 verhaftet und erst zu 18, später in der Berufung zu 13 Jahren Haft verurteilt.


Tochter Maede kämpft in Nürnberg für ihren Vater

Seitdem kämpft seine in Nürnberg lebende Tochter Maede Soltani für Soltanis Freilassung. Sie berichtet jetzt voller Freude, dass ihr Vater eine Woche Hafturlaub bekommen hat.