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Cardiff
Blue Monday

Blue Monday: Ist heute der "traurigste Tag des Jahres"?

Der dritte Montag im Januar soll der traurigste Tag des Jahres sein. Wir erklären, woher die Behauptung kommt und was es mit dem Mythos des "Blue Monday" auf sich hat.
 
Blue Monday am 20. Januar 2020. An diesem Tag sollen wir besonders unglücklich sein. Wir erklären, was es damit auf sich hat. Symbolbild: sasint/ pixabay.com
Blue Monday am 20. Januar 2020. An diesem Tag sollen wir besonders unglücklich sein. Wir erklären, was es damit auf sich hat. Symbolbild: sasint/ pixabay.com

Wer mag schon Montage? Das Wochenende ist vorüber, der Arbeitsstress beginnt wieder und mit der Entspannung ist es erstmal vorbei. Besonders traurig sollen wir jedoch an einem bestimmten Tag im Jahr, nämlich immer am dritten Montag im Januar sein. Und der ist heute.

Die Blue-Monday-Formel

Ein britischer Psychologe hat eine mathematisch aussehende Formel entwickelt, anhand derer der traurigste Tag des Jahres angeblich wissenschaftlich zu berechnen ist. Einflussfaktoren wie Wetter, die persönliche Motivation und Aktivität sowie die finanzielle Lage sollen in dieser Rechnung entscheidend sein, wann wir am unglücklichsten sind.

Fragwürdige Hintergründe zur Entstehung der Berechnung

Allerdings soll der Erfinder des Blue Monday, Cliff Arnall, der normalerweise an der Universität Cardiff tätig ist, seine Formel im Auftrag einer Reisefirma entwickelt haben. Auch in Anbetracht dieses Hintergrundes halten viele die Formel nur für einen Marketing-Zweck. Der Neurologe Dean Burnett schreibt in einem Artikel des britschen Guardian, dass eine medizinisch nachgewiesene Depression auf viel mehr Einflussfaktoren als die in der stark vereinfachten Formel dargestellten zurückgehe und nicht so einfach zu erklären und nachzuvollziehen sei.

Stimmt der Mythos vom traurigsten Tag des Jahres?

Laut dem GEO Magazin fehlten ebenfalls wichtige wissenschaftliche Details wie Maßeinheiten, Kompatibilität der Variablen und Erläuterungen. Ein Fünkchen Wahrheit stecke aber dennoch in der Behauptung, Faktoren wie fehlende Motivation und Aktivität aufgrund des Wetters machten traurig: Gerade in den Wintermonaten wird es abends schneller dunkel und morgens später hell. Deshalb produziere der Körper im Winter mehr Melatonin, das als Schlafhormon gilt.

Das Glückshormon Serotonin, das bei Sonnenlicht produziert wird, fehlt dem Körper hingegen. Die Folgen sind Antriebslosigkeit und Müdigkeit, man fühlt sich einfach schlapp. Um dieser schlechten Stimmung entgegenzuwirken, hilft es laut dem GEO Magazin, aktiv zu sein und sich - möglichst im Freien - zu bewegen. Diese Ratschläge seien unabhängig vom Wetter und gelten auch an jedem anderen Tag im Jahr.