Organisatorisch sieht es so aus: Im März sind die Testspiele in Lyon gegen Frankreich und gegen die Niederlande, vermutlich in Frankfurt, praktisch fix. Mitte Mai, vermutlich kurz vor dem Bundesliga-Finale am 18. Mai, wird Nagelsmann seinen Turnierkader benennen, endgültig bei der UEFA melden muss der Bundestrainer seine 23 EM-Akteure bis zum 7. Juni um 24.00 Uhr.
In der finalen Planungsphase ist die Suche nach einem Ort für das Trainingslager, das vermutlich in der Woche nach dem DFB-Pokalfinale (25. Mai) beginnt. Donaueschingen und ein Hotel nahe Weimar gelten als Optionen. Sich schon im EM-Quartier in Herzogenaurach vorzubereiten, war wohl nur ein kurzes Gedankenspiel. Während der Vorbereitung gibt es noch zwei Testspiele, für die nun auch Gegner gesucht werden. Sie sollen möglichst Blaupausen der Fußball-Kultur der ersten drei EM-Kontrahenten bieten. Der DFB dürfte diese Eckpunkte der EM-Planungen noch in diesem Jahr bekannt geben.
Wie läuft das Turnier für die DFB-Elf?
Spätestens fünf Tage vor dem ersten Turnierspiel, also am 9. Juni, muss Nagelsmann mit seinen Spielern ins EM-Quartier einziehen. Das geben die UEFA-Regularien vor. Wie 2021 und 2022 verbringen die DFB-Stars den Sommer im sogenannten Home Ground von Ausrüster Adidas im fränkischen Herzogenaurach.
Die Infrastruktur ist erprobt und der Bundestrainer findet die Location auch gut. Von dort sind die Wege zu den drei Gruppenspielen in München (14. Juni/Schottland), Stuttgart (19. Juni/Ungarn) und Frankfurt (23. Juni/Schweiz) kurz. Jeweils am Tag vor dem Spiel geht die Reise in die Spielorte.
Wie ginge es für Deutschland in der K.o.-Runde weiter?
Wird Deutschland Gruppensieger geht es im Achtelfinale in Dortmund am 29. Juni gegen den zweiten der Gruppe C. Das können England, Dänemark, Slowenien oder Serbien sein. Anschließend würde der Turnierweg über Stuttgart (5. Juli/möglicherweise gegen Spanien) und München (9. Juli) zum Finale am 14. Juli nach Berlin führen. Als Gruppenzweiter stünde in Berlin das erste K.o.-Spiel (29. Juni) gegen den Zweiten der Gruppe B an, also Spanien, Kroatien, Italien oder Albanien. Anschließend ginge es im besten Fall über Düsseldorf (6. Juli) und Dortmund (10. Juli) nach Berlin. Kommt Deutschland als einer der vier besten Gruppendritten weiter, sind gleich drei verschiedene K.o.-Wege möglich.
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