Rottendorf
Tierquälerei

Polizei stoppt Hundetransport auf A3: Tiere liegen in Urin, Kot und Erbrochenem

Sie lagen in ihrem eigenen Urin, Kot und Erbrochenen und waren in viel zu kleinen Transportboxen untergebracht: Sechs Hunde, die unter erbärmlichen Bedingungen transportiert wurden, entdeckte die Verkehrspolizei am Dienstag bei einer Kontrolle an der A3 bei Rottendorf.
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Unter unwürdigen Umständen transportiert: Zu den Tieren, die die Polizisten in einem Auto an der A3 in Unterfranken fanden, gehörten auch fünf französische Bulldoggen-Welpen. Sie langen in Kot und Erbrochenem. Symbolbild: Mylene2401/pixabay.com
Unter unwürdigen Umständen transportiert: Zu den Tieren, die die Polizisten in einem Auto an der A3 in Unterfranken fanden, gehörten auch fünf französische Bulldoggen-Welpen. Sie langen in Kot und Erbrochenem. Symbolbild: Mylene2401/pixabay.com

Hundetransport unter unwürdigen Bedingungen auf der A3: Am Dienstagabend, 13. August 2019, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei ein bulgarisches Auto mit Anhänger, das auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs war. Als sie den Anhänger öffneten, fanden sie fünf französische

Bulldoggen-Welpen und einen erwachsenen Mini-Rehpinscher vor, die in viel zu kleinen Transportboxen transportiert wurden. Zudem lagen die Hunde in ihrem eigenen Urin,

Kot und Erbrochenem. Ein ähnlicher Fall ereignete sich Anfang Juni in Mittelfranken, als die Polizei Hunde-Babys aus schrecklicher Lage befreiten.

Unwürdiger Tiertransport auf der A3 gestoppt: Hunde in Katzen-Transportboxen gezwängt

Laut Schilderung der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried war einer Streife des Zolls gegen 18 Uhr ein Pkw mit Anhänger aufgefallen, der auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs war. Nachdem das Gespann auf einen Parkplatz bei Rottendorf (Landkreis Würzburg) gelotst wurde, wurde eine Streife der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried hinzugezogen. Die Beamten öffneten den Anhänger und fanden sechs Hunde darin vor.

In drei Transportboxen, die eigentlich für Katzen gedacht sind, wurden insgesamt fünf französische Bulldog-Welpen und ein erwachsener Mini-Rehpischer transportiert. Darüber hinaus lagen die Hunde in ihrem eigenen Urin, Kot und Erbrochenem. Nach Angaben des 38-jährigen bulgarischen Fahrzeugführers wollte dieser die Hunde von Bulgarien nach Koblenz transportieren.

Während der Sachbearbeitung auf der Dienststelle entkam dann der Mini-Rehpinscher auch noch aus seiner Transportbox aus und verschwand. Er kehrte jedoch wenig später wieder zurück und machte sich vor der Eingangstüre der Wache durch Kläffen bemerkbar.

Hunde ins Tierheim gebracht

Nachdem die Begleitpapiere der Hunde in Ordnung waren, die Transportbedingungen jedoch nicht, wurden die Hunde sichergestellt und in das Würzburger Tierheim gebracht. Dort kann der Hundehalter sie wieder abholen, wenn er geeignete Transportboxen nachweisen kann. Den Mann erwartet nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige an das Landratsamt Würzburg und er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro hinterlegen.

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