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Silvesternacht in Franken: Zahlreiche Schlägereien und schwere Verletzungen

Wenn der Alkoholpegel steigt, sind die Gemüter oft erhitzt. Deshalb musste die Polizei in Franken zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, bei denen Menschen aufeinander losgingen.
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Ein Silvester geht's nicht nur lustig zu - zahlreiche Schlägereien und Streitereien beschäftigten auch in Franken die Einsatzkräfte. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa
Ein Silvester geht's nicht nur lustig zu - zahlreiche Schlägereien und Streitereien beschäftigten auch in Franken die Einsatzkräfte. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa

An Silvester hätten die Einsatzkräfte eigentlich genug zu tun. Zahlreiche Brände beschäftigen die Feuerwehr - zahlreiche Mülltonnen brennen, in Nürnberg forderte ein Brand in einem Wohnkomplex sieben Verletzte. Auch Verletzungen durch Feuerwerkskörper sind keine Seltenheit, so erlitt zum Beispiel in Erlangen ein Mann schwere Gesichtsverletzungen, als eine defekte Rakete in seiner Hand explodierte. Doch damit nicht genug: Erhöhte Alkoholpegel und Meinungsverschiedenheiten veranlassten auch in Franken viele Menschen dazu, sich gegenseitig zu verletzen.

Oberfranken: Zahlreiche Körperverletzungen an Silvester

Obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten, hatten die Polizisten in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Laut Polizeipräsidium waren rund 100 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, um 426 Einsätze zu bewältigen - darunter 48 Körperverletzungen.

In Bamberg musste die Polizei mehrfach ausrücken:

  • Auf der Unteren Brücke wurde eine 20-Jährige von einer Silvesterrakete getroffen. Die junge Frau feierte mit Bekannten, als aus einer Personengruppe gezielt eine Rakete in ihre Richtung geschossen wurde. Die Frau wurde leicht verletzt, eine Fahndung nach den Tätern verlief negativ.
  • Silvesterböller warf gegen 22.40 Uhr ein 24-jähriger von einem Balkon in der Seehofstraße. Einer der Böller, er war offenbar gezielt geworfen worden, detonierte dabei neben einem 15-jährigen Jugendlichen, der ein Knalltrauma erlitt.
  • Offenbar wegen ihres Alkoholkonsums geriet gegen Mitternacht eine 39-Jährige in Rage. Die Frau hatte im Fabrikbau Silvester gefeiert, anschließend fing sie das randalieren an. Außerhalb der Wohnung griff sie zwei Personen an, die dabei leicht verletzt worden waren. Bei der Festnahme wurden bei der Täterin, die übrigens mit einem Messer bewaffnet war, Schnittverletzungen festgestellt, die ärztlich versorgt werden mussten.
  • Gegen 1 Uhr wurde aus einer Diskothek in der Pödeldorfer Straße noch eine gefährliche Körperverletzung angezeigt. Ein 33-Jähriger schlug einem anderen Gast ein Cocktailglas auf den Kopf, anschließend mischte sich noch ein 21-jähriger Begleiter des 33-Jährigen in den Streit ein. Die beiden attackierten den Geschädigten weiter, der leicht verletzt liegen blieb. Die beiden Täter flüchteten, bei der anschließenden Festnahme leistete der Jüngere noch Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten.
  • Wieder auf der Unteren Brücke griffen zwei Männer gegen 02.30 Uhr einen 23-Jährigen an. Aus bisher unbekannten Grund kamen die Beteiligten in Streit, die Zwei schlugen auf den Geschädigten ein. Ein weiterer Mann mischte sich noch ein, das Ergebnis waren zwei Leichtverletzte.
  • Gegen 01.40 Uhr musste die Polizei noch in die Hegelstraße ausrücken. Hier hatte ein 28-jähriger Bamberger eine Frau in den Bauch geboxt. Die Frau mußte ins Klinikum eingeliefert werden. Der Grund der Auseinandersetzung liegt noch im Dunkeln, die Beteiligten waren auch hier alkoholisiert.

Auch im Landkreis Bamberg knallte es: Silvesterknaller gaben in der Silvesternacht den Ausschlag für eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Nachbarn in Oberhaid. Drei Männer fühlten sich durch die Böller angegriffen und schlugen daraufhin auf ihren Bekannten ein. Dieser wurde dadurch leicht verletzt.

Landkreis Coburg

Eine verirrte Silvesterrakete in Neustadt bei Coburg war kurz nach Mitternacht der Grund für eine handfeste Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im Bereich des Alexandrinenplatzes. Hier gerieten insbesondere zwei Männer im Alter von 40 Jahren und 27 Jahren in Streit, welcher schließlich mit wechselseitigen Faustschlägen endete. Der jüngere der beiden Kontrahenten erlitt durch die Schläge vermutlich eine Nasenbeinfraktur. Der ältere der beiden Neustadter zog sich eine Verletzung an der rechten Hand zu. Ein 26-Jähriger, der versuchte die beiden Person zu trennen, bekam ebenfalls einen Faustschlag in sein Gesicht ab. Die genaue Sachverhaltsklärung gestaltete sich auf Grund der nicht unerheblichen Alkoholisierung aller beteiligter Person als schwierig.

Landkreis Hof: Elf Verletzte bei Streitereien in der Silvesternacht

  • In der Ernst-Reuter-Straße in Hof kam es bereits um 21 Uhr zu einer häuslichen Gewalttat - ein Ehepaar geriet in Streit. Dabei versetzte der Mann der Frau einen Schlag ins Gesicht. Beide waren erheblich alkoholisiert.
  • Drei Streifenbesatzungen mussten um 22.30 Uhr zur Hirschberger Straße fahren. Dort fuhr, nach einem verbalen Streit, ein 20-jähriger Mann absichtlich mit seinem Pkw gegen seinen Kontrahenten, während dieser die Straße überqueren wollte. Der Pkw des Täters streifte den 22-jährigen Geschädigten mit dem rechten Kotflügel und dem rechten Außenspiegel und verletzte ihn leicht. Der Täter muss sich nun u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Zudem wurde seine Fahrerlaubnis sichergestellt.
  • Nur durch den Einsatz mehrerer Polizeistreifen konnte um 23.30 Uhr eine größere Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in der Altstadt verhindert werden. Am Kugelbrunnen hielt sich eine Gruppe mit ausländischen jugendlichen Staatsbürgern auf, die Feuerwerkskörper zündeten. Eine der Raketen flog quer in Richtung einer einheimischen Jugend- und Heranwachsendengruppe, welche sich ca. 30 Meter entfernt am Oberen Tor aufhielt. Ob die Rakete absichtlich in diese Richtung abgefeuert wurde, oder ob es ein Versehen war, konnte nicht geklärt werden. Die Gruppe fühlte sich persönlich angegriffen und es entstand eine heftige verbale Auseinandersetzung, wobei die deutschen Heranwachsenden laut Polizeibericht extrem aggressiv waren und sich durch die Polizeikräfte vor Ort nur schwer beruhigen ließen. Nur mit erhöhtem Kräfteeinsatz konnte die Situation geschlichtet werden. Ein 17-jähriger deutscher Jugendlicher gab schließlich an, dass er von einem Mann aus der ausländischen Gruppe geschlagen worden sei. Dabei erlitt dieser leichte Schmerzen und Rötungen im Halsbereich. Den Täter konnte der junge Mann nicht mehr zeigen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen mussten zwei deutsche Heranwachsende in Gewahrsam genommen werden. Sie waren erheblich alkoholisiert und aggressiv und missachteten zudem einen erteilten Platzverweis.
  • Um 00.10 Uhr lief ein bislang unbekannter Mann in der Wunsiedler Straße an einer Frau und einem Mann, im Alter von 19 und 21 Jahren, vorbei, die gerade eine Feuerwerksbatterie zündeten. Der unbekannte Täter bekam einen Funken ab und geriet dadurch mit den zwei Personen in Streit. In dessen Verlauf drückte er beide gegen eine Mauer und versetzte dem 21-jährigen einen Faustschlag auf dessen Rücken. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
  • Weiter ging es um 00.25 Uhr in der Poststraße. Dort verweigerten Türsteher einem 20-jährigen Mann den Zutritt zu einer Discothek, weil dieser erheblich alkoholisiert war. Der Mann ließ sich zu einer verbalen Streitigkeit mit den Securitykräften hinreißen. Um Schlimmeres zu verhindern zogen dessen Freunde ihn vom Eingangsbereich weg. Dabei schubste der 20-jährige eine danebenstehende Frau weg, die schließlich rückwärts zu Boden stürzte. Dabei soll sich die Frau eine blutende Wunde zugezogen haben. Noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes und der Polizei entfernte sich die Geschädigte. Diese wird nun gebeten, sich bei der Polizei zu melden, um den Sachverhalt klären zu können. Da sich der Täter auch gegenüber den Polizisten aggressiv verhielt, musste dieser in Gewahrsam genommen werden. Er hatte 1,10 Promille und musste seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen.
  • In einer Wohnung in der Jahnstraße kam es um 04.30 Uhr zu einer wechselseitigen Körperverletzung. Dabei schlug ein 29-jähriger Mann seine 28-jährige Bekannte. Diese wehrte sich und schlug dem Mann mit einem Löffel gegen den Kopf. Beide erlitten leichte Verletzungen und waren mit 1,30 und 1,40 Promille erheblich alkholisiert. Da der Mann einen hifllosen Eindruck machte, musste er in Schutzgewahrsam genommen werden. Die Frau konnte in ihrer Wohnung verbleiben. Beide werden angezeigt.
  • Ein bislang unbekannter Mann schlug um 05.50 Uhr in der Altstadtpassage einen 21-jährigen Mann und flüchtete anschließend. Der Gechädigte erlitt dabei eine leichte Handverletzung.

Auch im Landkreis Hof musste die Polizei mehrfach ausrücken:

  • Mehrere Personen, unter anderem zwei 46- und 32-jährige Männer, hielten sich um 01.10 Uhr in der Konradsreuther Straße in Oberkotzau auf und zündeten Feuerwerkskörper. Ein 38-jähriger Mann stand in unmittelbarer Nähe und warf einen Kracher in Richtung der zwei anderen Männer. Dabei geriet die Jacke des jüngeren Mannes in Brand. Der Geschädigte erlitt dadurch schwerwiegende Vebrennungen am Oberkörper und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zudem erlitt der ältere Mann eine leichte Verbrennung am Oberschenkel. Auch er musste im Krankenhaus behandelt werden. Der namentlich bekannte Täter flüchtete und konnte im Rahmen der Fahndung nicht angetroffen werden. Er wird sich u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.
  • Zu einer weiteren tätlichen Auseinandersetzung kam es um 02.20 Uhr in Oberkotzau. Dort zog ein Mann seine bereits schlafende Ehefrau aus dem Bett und danach die Treppe hinunter, um sie vor die Tür zu setzen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen und musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Ehemann wird wegen Körperverletzung angezeigt.
  • Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es nach nur wenigen Minuten im neuen Jahr in Geroldsgrün. Nachbarn gerieten zunächst in Streit, welcher schließlich in einer wechselseitigen Körperverletzung gipfelte.

Kronach

Zu einer handfesten Auseinandersetzung kam es kurz nach Mitternacht in der Johann-Kaspar-Zeus-Straße. Eine Gruppe von Personen geriet beim Feuerwerk in Streit mit einer weiteren Personengruppe. Ein 18-jähriger Mann fasste daraufhin eine 30-jährige Geschädigte an den Hals, so dass diese zu Boden stürzte. Eine 25-jährige Geschädigte soll laut Polizeibericht vom gleichen Mann eine "Kopfnuss" erhalten haben. Der Täter, der zunächst flüchtete, konnte im Rahmen der Fahndung schnell ausfindig gemacht werden. Beide Frauen wurden leicht verletzt.

Kulmbach: Mann liegt regungslos auf Terasse

Die Kulmbacher Polizei äußert sich zufrieden, dass es dieses Jahr keine größeren Auseinandersetzungen gab. Einen Zwischenfall gab es jedoch auch hier: Bereits zehn Minuten nach Mitternacht lag ein junger Mann regungslos auf der Terrasse einer Privatwohnung. Offenbar war er niedergeschlagen worden.

Landkreis Lichtenfels: Mit blutiger Lippe ins neue Jahr

Das neue Jahr war gerade eine Stunde alt, da provozierte in Burgkunstadt ein 23-Jähriger aus dem Lkr. Kronach laut Polizeibericht einen 18-jährigen Burgkunstadter so sehr, dass dieser mit der Faust zuschlug. Vermutlich war es den Streithähnen aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht mehr möglich die Angelegenheit verbal auszudiskutieren. Der Schläger stand mit über 1,6 Promille etwas weniger unter "Strom" als der Ältere, der mit 2,1 Promille durch den Schlag eine Platzwunde an der Lippe davon trug.

Mittelfranken: 48 Einsätze wegen Körperverletzungen

Das Polizeipräsidium Mittelfranken meldete am Dienstag, dass die Beamten insgesamt 470 Einsätze absolviert haben - darunter allein 48 Einsätze wegen Körperverletzungen.

Ansbach: Böller in Richtung eines Mädchen geworfen - Täter flüchten

Gegen 00.40 Uhr wurden im Bereich der Promenade aus einer kleineren unbekannten Personengruppe Silvesterkracher in Richtung einer anderen Gruppe geworfen, in der sich eine 14-jährige Passantin befand. Hierbei soll ein Kracher in Nähe des Gesichts des Mädchens detoniert sein, worauf diese Schmerzen aber keine sichtbaren Verletzungen erlitt. Die unbekannte Gruppe, zu der es keine Personenbeschreibung gibt, entfernte sich daraufhin mit einem älteren blauen Fahrzeug, eventuell einem VW-Bus. Die Polizeiinspektion Ansbach bittet um Zeugenhinweise.

Landkreis Erlangen-Höchstadt

Im Innenstadtbereich von Erlangen wurden in der Silvesternacht zwei Personen verletzt.

  • In einem Falle musste ein 29 Jahre alter Mann zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem er in Folge einer Rangelei eine blutende Wunde im Gesicht erlitten hatte. Wie der mit über 2,3 Promille stark Alkoholisierte zu seinen Verletzungen kam, bedarf der weiteren Ermittlungen.
  • Ebenfalls in der Innenstadt gerieten zwei sich völlig unbekannte Männer in eine Auseinandersetzung, in Folge derer ein 21 Jahre alter Mann leichte Verletzungen am Ohr davontrug. Er wurde durch den Rettungsdienst vor Ort erstversorgt. Grund des Angriffs und der Angreifer sind zurzeit unbekannt. Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt bittet um Hinweise von Zeugen.

Forchheim: Grapscher sorgt für Tumult

Am Paradeplatz kam es in der Neujahrsnacht, gegen 0.45 Uhr, zu einer Schlägerei mit mehreren beteiligten Personen. Insgesamt rückten fünf Streifen der Polizei Forchheim und ein Diensthundeführer aus, um die Situation zu beruhigen. Vor Ort konnten die Personalien von insgesamt zehn syrischen und einer afghanischen Personen festgestellt werden. Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen den Flüchtlingen war, dass ein 20-jähriger Syrer die 16-jährige Tochter eines 46-jährigen Landsmannes "angegrapscht" haben soll. Vier Personen wurden bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Anzeigen wegen wechselseitigen, gefährlichen Körperverletzungen wurden aufgenommen. Dieselbe Personengruppe um den 20-Jährigen sorgte kurze Zeit später nochmals für einen Folgeeinsatz in der Nürnberger Straße, nachdem der 20-Jährige den Vater und die Tochter an deren Wohnanwesen bedrohte.

Unterfranken: Beziehungsstreitigkeiten an Silvester ausgetragen

Insgesamt 22 Körperverletzungsdelikte, bei denen die Beteiligten nicht selten unter Alkoholeinfluss standen, mussten die Ordnungshüter in Unterfranken laut Polizeipräsidium schlichten und aufnehmen.

Landkreis Aschaffenburg: Betrunkener Mann greift Ex an und flieht mit dem Auto

In der Silvesternacht traf ein 34-jähriger Mann in der Kirchrainstraße in Pflaumheim auf seine ehemalige Lebensgefährtin und deren Bruder. Diese besprühte er unvermittelt mit Pfefferspray und flüchtete anschließend. Die offensichtlich stark alkoholisierte Person konnte wenig später von der Polizei an deren Wohnadresse angetroffen werden. Dabei stellte sich heraus, dass er nach der Attacke mit dem Auto zu seiner Wohnung gefahren ist. Den nachfolgenden Maßnahmen der Polizei widersetzte er sich vehement. In der Wohnung wurden zudem geringe Mengen an Amfetamin und Cannabis aufgefunden. Den Mann erwarten nun mehrere Anzeigen.

Landkreis Bad Kissingen: Ehefrau mit Messer bedroht

Am frühen Neujahrsmorgen wurde die Polizei nach Garitz zu einer Bedrohung gerufen. Ein psychisch angeschlagener und betrunkener Mann bedrohte seine Frau mit einem Messer. Diese konnte jedoch rechtzeitig ins Freie flüchten und die Polizei verständigen. Der Mann konnte anschließend in der Wohnung festgenommen werden. Er wurde aufgrund seines Zustandes ins Bezirkskrankenhaus Werneck eingewiesen.

Kurz nach 1 Uhr lief eine Mitteilung über eine Streitigkeit unter Heranwachsenden ein. Bei den ersten Abklärungen stellte sich heraus, dass sich in der Düsseldorfer Straße in Bad Brückenau zwei Gruppen jüngerer Leute zwar zunächst ein gutes neues Jahr gewünscht hatten, danach aber in Streit gerieten.

Während die Kontrahenten und zusammen mit vier Polizeibeamten zur Feststellung der Personalien in der Düsseldorfer Straße auf dem Gehweg standen, kam ein Pkw mit hoher Geschwindigkeit angefahren und fuhr quer über den Gehsteig auf die Beteiligten zu. Passend zu seiner Fahrweise stieg der Fahrer aus und ging mit augenscheinlicher Aggression auf die Gruppe zu. Auf Ansprache durch die Polizei reagierte er sofort mit Faustschlägen, die einen Beamten leicht verletzten. Mit Einsatz von Pfefferspray wurde er überwältigt und zur Dienststelle gebracht. Es handelte sich um den Vater eines der Jugendlichen, deren Personalien gerade notiert wurden. Die Hintergründe des Verhaltens sind Gegenstand von Ermittlungen wegen Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

Landkreis Haßberge

Da ein Fußgänger der Meinung war, dass ein Autofahrer um 03:30 Uhr die Biegerstraße in Knetzgau mit möglicherweise überhöhter Geschwindigkeit befährt, machte er diesen gestikulierend auf sein vermeintliches Fehlverhalten aufmerksam. Als Reaktion auf die Gesten stieg der Fahrzeugführer aus seinem Golf aus, schlug dem Fußgänger ins Gesicht und setzte seine Fahrt daraufhin wieder fort. Durch den Faustschlag erlitt der Fußgänger leichte Verletzungen. Den Autofahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.

Um 02:25 Uhr kam es in Prappach aufgrund des Abbrennens von Feuerwerkskörpern zu einer Meinungsverschiedenheit unter insgesamt drei Beteiligten. Nachdem die Differenzen zunächst nur verbal ausgetragen wurden, kam es jedoch kurz darauf auch zu einer Rangelei, die nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung zur Folge hat. Die Beteiligten wurden leicht verletzt, mussten aber nicht medizinisch versorgt werden.

Landkreis Rhön-Grabfeld: Familienstreitigkeit endet in der Haftzelle

Eine 36-jährige Dame aus Rappershausen rief in der Silvesternacht bei der Polizei in Mellrichstadt an und teilte mit, dass ihr 19-jähriger Sohn, aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums, völlig außer sich sei. Aufgrund der sich zuspitzenden Situation wusste sich die Dame nicht mehr anders zu helfen, als bei der Polizei anzurufen und um Hilfe zu bitten. Da sich der Sohn, auch im Beisein der Streife, nicht beruhigte, wurde dieser in Gewahrsam genommen und er durfte die Nacht in der Haftzelle der PI Mellrichstadt verbringen. Im Rahmen des Einsatzes konnte bei dem Sohn ein Schlagring sowie ein sogenanntes "Butterfly-Messer" aufgefunden und sichergestellt werden. Da es sich bei den sichergestellten Waffen und verbotene Gegenstände gemäß dem Waffengesetz handelt, erwartet ihn nun auch eine Anzeige.

Im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße / Badergasse in Fladungen kam es in der Silvesternacht zu einer Körperverletzung mit mehreren Beteiligten. Im Verlauf der Auseinandersetzung kam es zunächst zu einem Gerangel der Beteiligten. Im weiteren Verlauf erhielt einer der Beteiligten einen Faustschlag gegen die Brust. Weiterhin wurde einem weiteren Beteiligten ein Faustschlag in dessen Gesicht verpasst. Alle Beteiligten wurden durch die Auseinandersetzung lediglich leicht verletzt. Der genaue Hergang muss nun durch weitere Ermittlungen geklärt werden.

Landkreis Schweinfurt: Jugendliche schlagen und treten auf 57-Jährigen ein

Die Polizeiinspektion Schweinfurt äußerte sich positiv, dass kaum Einsätze nötig waren, um Streitigkeiten zu schlichten. Allerdings waren vom Silvestertag bis zum Neujahrsmorgen dermaßen viele Gewahrsamnahmen (vorwiegend aufgrund von übermäßiger Alkoholisierung bzw. übersteigerter Aggressivität ) zu verzeichnen, dass sogar Hafträume umliegender Dienststellen in Anspruch genommen werden mussten.

Zu Schlägen und Tritten gegen einen 57-Jährigen kam es in der Silvesternacht, gegen 23:30 Uhr, in der Martin-Luther-Straße in Niederwerrn, als dieser mehrere Jugendliche nach Böllerwürfen ansprach. Der Mann wurde hierbei leicht verletzt. Drei tatverdächtige Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren konnten kurz darauf von Polizeistreifen in der Umgebung aufgegriffen werden.

Würzburg:

  • Gegen 03.20 Uhr kam es nach derzeitigem Ermittlungsstand vor einer Diskothek in der Mainaustraße zu einer Streitigkeit zwischen ca. 15 Personen. Im Verlauf dieses Streits wurde ein 26-Jähriger aus dem Landkreis durch einen bislang unbekannten Täter derart am Kopf verletzt, so dass dieser offenbar mit mehreren Platzwunden in einer Würzburger Klinik behandelt werden musste. Der Tatverdächtige konnte bislang unerkannt entkommen.
  • Um 03.45 Uhr entwickelte sich in einer Diskothek am Marienplatz ebenfalls eine verbale Streitigkeit. Diese steigerte sich zu einer Auseinandersetzung, in der einem der Kontrahenten ein Glas in das Gesicht geworfen wurde. Hierdurch erlitt der 22jährige eine Schnittwunde an der Stirn, die ebenfalls in einem Würzburger Krankenhaus behandelt werden musste. Der Tatverdächtige, der das Glas geworfen hatte, entfernte sich noch vor dem Eintreffen der Polizei aus der Diskothek.
  • Gegen 22.50 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt durch einen Passanten auf eine verletzte männliche Person aufmerksam gemacht. Dieser wurde mit einer stark blutenden Wunde im Bereich eines Auges am Röntgenring angetroffen. Gesprächsweise gab die Person an, von einer ihm unbekannten weiblichen Person geschlagen worden zu sein. Der Geschädigte war mit umgerechnet 2,48 Promille alkoholisiert und wurde stationär in einer Würzburger Klinik aufgenommen.
  • Um 02.40 Uhr lief ein 22-Jähriger aus dem Landkreis durch die Kaiserstraße. Plötzlich und unvermittelt wurde er von zwei ihm unbekannten Personen scheinbar grundlos beleidigt. Im darauf geführten Gespräch bekam der junge Mann einen Schlag von einem der beiden Personen in das Gesicht. Als er nach dem Grund für den Schlag fragte, wurde durch den zweiten Tatverdächtigen ebenfalls mit der Faust in das Gesicht geschlagen. Die erlittenen Gesichtsverletzungen des stark alkoholisierten Geschädigten wurden auch in diesem Fall in einer Klinik versorgt. Die beiden unbekannten Personen flüchteten nach der Tat in unbekannte Richtung. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen.
  • Gegen 03.50 Uhr wurden in der Augustinerstraße drei Damen von zwei Männern im Alter 31-34 Jahren mehrfach beleidigt. Der sich daraus ergebende Streit mündete in mindestens einen Schlag in das Gesicht einer der Frauen. Diese blieb glücklicherweise dadurch jedoch unverletzt. Bei Eintreffen der hinzugerufenen Polizeibeamten konnten alle Beteiligten noch vor Ort teils merklich alkoholisiert angetroffen werden. Gegen die beiden Männer wurde jeweils ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung eingeleitet.
  • Um 02.00 Uhr randalierte ein 19-Jähriger aus dem Landkreis in einer Würzburger Diskothek in der Veitshöchheimer Straße. Auf Grund seines Verhaltens wurde der nicht zu beruhigende Mann vom Sicherheitspersonal vor die Tür verbracht. Dort versuchte er trotz vorangegangenen Verbots erneut in die Geschäftsräume der Diskothek zu gelangen, was durch einen Türsteher verhindert werden konnte. Hierbei versuchte die Person mehrfach den Türsteher mit der Faust zu schlagen und beleidigte diesen. Der Randalierer wies eine Alkoholisierung von umgerechnet 1,5 Promille auf und wurde nach beendeter Sachbehandlung durch die Polizei entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren u.a. wegen versuchter Körperverletzung und Hausfriedensbruch.
  • Von Kindern abgefeuerte Feuerwerkskörper erzürnten einen 18-jährigen Würzburger so sehr, dass dieser den anwesenden Vater der Kinder daraufhin ansprach und forderte dies zu unterlassen. Als dieser sich rechtfertigen wollte, fühlte sich der junge Mann offensichtlich erneut provoziert und schlug dem Vater mit der Faust in das Gesicht. Dieser wurde durch den Schlag an der Lippe in Form einer Platzwunde verletzt.
  • Ein Streit um einen privaten Parkplatz war der Anlass für eine weitere Auseinandersetzung in der Kronbergstraße in Versbach. Gegen 19.40 Uhr stellten die Besitzer des Parkplatzes den widerrechtlichen Nutzer auf sein Verhalten hin zur Rede und forderten diesen auf, dass er sein Fahrzeug entfernt. Das geführte Gespräch entwickelte sich zu einem Handgemenge in dessen Verlauf einer der Beteiligten einen Tritt in die Genitalien versetzt bekam.

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