Bamberg
Flüchtlingspolitik

Demonstrationen gegen Anker-Zentren - größte Veranstaltung in Bamberg

"Kein Wahlkampf auf Kosten von Menschenleben"; Das forderten am Samstag mehrere Hundert Demonstranten in Bamberg. Auch im übrigen Bayern fanden Kundgebungen statt.
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Bamberger Demonstration gegen Anker-Zentren. Foto: Barbara Herbst
Bamberger Demonstration gegen Anker-Zentren. Foto: Barbara Herbst

In Bayern fanden am Samstag mehrere Demonstrationen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Anker-Zentren statt. Die größte Kundgebung fand nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) mit 350 Menschen in Bamberg statt. Die Polizei Bamberg berichtet von ungefähr 250 Teilnehmern. In der Spitze wuchs die Teilnehmerzahl demnach auf 500 Personen an.

Die Versammlung führte auf ihrem Weg zunächst über den Bamberger Bahnhof hin zum Bamberger Gabelmann. Sowohl am Bahnhof, wie auch am Gabelmann wurden Kundgebungen durchgeführt.

Auch in Regensburg und Augsburg gab es Versammlungen. Zu den Protesten aufgerufen hatten unter anderem der Bayerische Flüchtlingsrat, die Bamberger Mahnwache Asyl und der Verein Freund statt fremd. Sie fordern die Schließung der Anker-Zentren: Sie seien Massenlager und würden die Flüchtlinge von der Gesellschaft isolieren. Das Motto der Veranstaltung lautete dementsprechend: "Keine Massenlager! Kein Wahlkampf auf Kosten von Menschenleben! Stattdessen: Menschenrechte bewahren! Asylrecht schützen!"

Was ändert sich mit dem neuen Anker-Zentrum in Bamberg? Hier gibt es eine Zusammenfassung

In den Zentren gebe es keine Privatsphäre und das trage dazu bei, dass das Gewalt- und Eskalationspotenzial steige. Die Organisationen fordern daher faire Asylverfahren statt Abschiebungen, Asylgrundrecht statt Abschottung, Menschlichkeit statt Abschreckung und Integration statt Ausgrenzung ein, so der Bayerische Flüchtlingsrat.

Die Versammlung verlief laut Polizei überwiegend friedlich und ohne Störungen. Lediglich 3 männliche Zaungäste, die die Teilnehmer anpöbelten und versuchten die Versammlung zu stören, wurden kurzfristig in Gewahrsam genommen.



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