Stiftung Warentest prüft 60 Waschmaschinen auf Herz und Nieren. Unter anderem im Fokus: Der Energieverbrauch der Maschinen. Es stellt sich heraus, dass viele der Waschmaschinen ihre Grundfunktionen gut erfüllen, beim Aspekt des Energieverbrauchs patzen einige jedoch.

Stiftung Warentest: Das sind die besten Waschmaschinen  

Viele Marken-Modelle im Test schneiden "gut" ab - "sehr gut" ist allerdings keine einzige Maschine. Unter den 44 als gut bewerteten Modellen sind unter anderem folgende Geräte (jeweils mit Bestnote 1,6):

  • WUU28TA8* von Bosch,
  • Constructa CWF14UT0,
  • Miele WCI 870 WPS und
  • WU14UTA8 von Siemens .

Weitere zufriedenstellende Waschmaschinen gibt es aber auch von den Marken Bauknecht, AEG, Haier, LG und Samsung. 

Betriebskosten schwanken stark

Die Tester machen deutlich, dass die meisten Maschinen im Test gute Waschergebnisse liefern - dennoch wird von vielen, vor allem günstigen, Produkten abgeraten. Das liegt daran, dass diese häufig anfällig für Störungen sind und nicht umfassend vor Wasserschäden geschützt sind. Einige der Modelle bestanden zudem den Haltbarkeitstest nicht.  Unter den "guten" Geräten im Test finden sich auch Modelle unter 600 Euro, seit September 2022 sind zudem 16 neue Waschmaschinen in den Testergebnissen mit aufgeführt.

Die Tester haben außerdem die Betriebskosten gerechnet auf die nächsten zehn Jahre ermittelt: Hier liegen vor allem einige Waschmaschinen der Marke Miele weit vorne, die für diesen Zeitraum Betriebskosten von unter 950 Euro aufweisen.

Aber auch Modelle der Firma Bauknecht sowie eine Constructa-Maschine verschlingen vergleichsweise wenig Geld. Auf der anderen Seite steht eine Vielzahl an Waschmaschinen, die für den berechneten 10-Jahres-Zeitraum bis zu 1.425 Euro an Betriebskosten verschlingen. Darunter sowohl große Marken-Namen als auch günstige Marken.

Stiftung Warentest: Einige Waschmaschinen nicht zufriedenstellend - zwei große Marken patzen

Nicht alle Waschmaschinen im Test von Stiftung Warentest können mit den Top-Modellen von Bosch, Miele und Co. mithalten: Fünf der getesteten Modelle erhalten lediglich ein "ausreichend". Dabei handelt es sich in erster Linie um günstige und mittelpreisige Modelle.

Unter anderem sind die Tester nicht zufrieden mit dem Modell WE74CPS der Marke Gorenje. Diese Maschine patzt vor allem beim Schutz vor Wasserschäden - ein mit Wasser voll gelaufenes Badezimmer will wohl keiner. Auch in der Testkategorie "Dauerprüfung" schneidet die Maschine nicht gut ab - also keine Empfehlung der Tester. Ebenfalls lediglich "ausreichend" sind die Modelle WMY91464ST1 von Beko, W2A 744 T und W6A 744T von Gorenje, sowie WA14662W von Amica.

Zwei Maschinen sind sogar "mangelhaft" - die Modelle F4WV708P2E von LG sowie WW8GT654ALX von Samsung

Energielabel: Garant für energiesparendes Waschen?

Seit März 2021 gilt ein neues Energielabel: Dieses findet sich auf allen Elektrogeräten und wird von der EU festgelegt. Bei den neuen Labels findet eine klare Verschärfung bei der Berechnung der Effizienzklassen statt. Das soll bei den Herstellern dazu führen, energieeffizientere Produkte auf den Markt zu bringen. Durch diese Verschärfung schaffen es nur wenige Produkte in die energieeffizienteste Klasse A. Die Klasse A+++ gibt es fortan nicht mehr. Zudem werden Labelfarben vergeben: Diese reichen von der Farbe dunkelgrün für besonders energiesparende Geräte bis hin zu dunkelrot für sehr energieverschwendende Geräte.

Bei der Einstufung der Energielabels hat die EU-Kommission bedacht, dass zur Einführung des neuen Labels nur wenige Geräte die Klasse A erreichen, also vorbildlich energiesparend sind. Die weitere Überlegung ist allerdings, dass im Laufe der nächsten zehn Jahre ab Einführung die meisten der Geräte auf dem Markt das Energielabel A erreichen werden. Zu beachten ist, dass das Energielabel auf den Geräten ausschließlich für das Energiesparprogramm "Eco 40-60" der Maschine gilt. Hierbei werden die Geräte über den Energieeffizienzindex (EEI) in eine Energieklasse eingestuft. Dieser EEI wird über eine Formel berechnet, in die der Energieverbrauch bei einem Waschvorgang bei Voll-, Halb- und Viertelbeladung sowie auch die Nenngröße miteinbezogen wird. 

Was ist auf dem Energielabel zu sehen? Auf dem Energielabel ist zu lesen, wie viel Kilowattstunden (kWh) die Maschine je 100 Waschzyklen verbraucht. Auch der Wasserverbrauch in Litern je Waschzyklus ist angegeben. Die vermerkte Schleudereffizienz wird mit deren Spitzenwert während des Schleuderns ebenfalls vermerkt. Zudem ist eine Einstufung des Geräuschpegels angegeben: A ist hierbei jede Maschine, die eine Lautstärke von unter 73 Dezibel erreicht, D wird ab 81 Dezibel vergeben. Auch die Programmdauer und die Wäschemenge sind auf dem Energielabel zu finden. 

Tipp: Volle Trommeln sind am energieeffizientesten

Die Tester untersuchten unter anderem, wie die Schleuderzahl und die Belegung der Trommel mit dem Energieverbrauch zusammenhängt. Das Ergebnis: Je voller die Trommel, umso weniger Energie verbraucht die Waschmaschine beim Schleudern der Wäsche. 

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Denn ist die Trommel nur mit etwa zwei Kilogramm Wäsche gefüllt, verbraucht die Maschine etwa die doppelte Energie im Vergleich zu einer voll gefüllten Trommel. Ebenso die doppelte Menge Wasser. Im Test von Waschmaschinen mit sechs bis neun Kilogramm Fassungsvermögen ergaben sich bei einer kaum beladenen Trommel ein Energieverbrauch von 277 Wattstunden, sowie einen Wasserverbrauch von ganzen 18,7 Litern. Bei einer vollen Trommel waren das gerade einmal 122 Wattstunden Strom, sowie rund zehn Liter Wasser. Es empfiehlt sich also, die Trommel immer möglichst vollzuladen und nicht wegen ein paar weniger Kleidungsstücke die Waschmaschine anzuschmeißen.

Wer in einer Familie lebt, der ist mit einer Waschmaschine mit großer Trommel gut beraten, da grundsätzlich mehr Kleidungsstücke anfallen. Wer in einem Single- oder Zwei-Personen-Haushalt lebt, sollte sich überlegen, sich eine Maschine mit kleiner Waschtrommel zuzulegen - denn bei weniger Kleidungsstücken spart das Energie und Wasser und somit bares Geld. Tipp: Bei Programmen wie "Pflegeleicht", "Wolle" oder "Mixwäsche" passen oft weniger Kleidungsstücke in die Trommel als normalerweise, um ein perfektes Waschergebnis zu erzielen.

Tipps für den Kauf: Diese Fragen solltest du stellen

Stiftung Warentest rät von Waschmaschinen-Spontankäufen ab und stellt einige Tricks vor, wie diese vermieden werden können. Das A und O beim Waschmaschinenkauf sind die eigenen Bedürfnisse, außerdem solltest du dich unbedingt nach den Verbrauchswerten, der Lautstärke im Betriebszustand, der Programmvielfalt, sowie nach den Ausstattungsmerkmalen erkundigen. Zudem solltest du den Händler fragen, wie viel Lieferung und Anschluss kosten und ob er deine alte Waschmaschine im Idealfall gleich mitnimmt und dem Elektroschrott zuführt - das würde dir nämlich vieles erleichtern.

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Stichwort Verbrauchswerte: Diese zu kennen, ist enorm wichtig für dich, denn so schonst du nicht nur die Umwelt, sondern kannst auch bares Geld sparen. Hierbei ist es wichtig, dass die Maschine möglichst wenig Energie- und Wasserverbrauch hat. Dafür kannst du dir das Energielabel ansehen, das die Energieeffizienzklasse bei einem modellhaften Verbrauch angibt. Achtung: Dieser Verbrauch gilt nur für die Eco-Sparprogramme.

Auch wichtig ist der Schutz vor Wasserschäden. Schutz bieten soll die Bodenwanne mit Warnmelder, die rechtzeitig anzeigt, wenn Wasser aus einem porösen Schlauch austritt. Leider schützen einige der günstigen Modelle im Test nicht zufriedenstellend vor Wasserschäden.

Fazit: Viele Waschmaschinen im Test sind "gut"

Im Großen und Ganzen sind die Experten von Stiftung Warentest zufrieden mit dem aktuellen Waschmaschinen-Test: 44 von 60 Modellen im Test sind "gut", lediglich fünf sind "ausreichend", zwei sind "mangelhaft". Zu beachten ist die Labelumstellung seit März 2021, die die Hersteller dazu drängen soll, energieeffizientere Produkte auf den Markt zu bringen.

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Beim Kauf solltest du keineswegs spontan agieren und dich detailreich mit dem Verbrauch der Waschmaschine auseinandersetzen. Zudem sollte das Modell auf deine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Beim Waschen selbst solltest du dann darauf achten, dass die Trommel der Maschine im Normalfall komplett und nicht nur zum Teil gefüllt ist - denn so kannst du Energie und Wasser und somit bares Geld sparen.

Das komplette Testergebnis findest du kostenpflichtig auf der offiziellen Website von Stiftung Warentest.

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