Hohe Spritpreise: So gelingt es, weniger zu tanken

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Sprit sparen: Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Verbrauch spürbar reduzieren und so Geldbeutel und Umwelt schonen. Wie das geht, verraten der Autoclub ADAC, das Umweltbundesamt und verschiedene Hersteller.

Wer Sprit sparen möchte, sollte nicht nur auf die Fahrweise achten, sondern auch auf das Fahrzeug selbst. Breite Reifen sehen zwar sportlich aus, erhöhen aber Gewicht und Rollwiderstand und treiben so den Verbrauch in die Höhe.

Leichtlaufreifen, ein korrekter Reifendruck, weniger Ballast im Kofferraum und ein geringerer Luftwiderstand helfen dabei, unnötige Kosten zu vermeiden. Welche Maßnahmen sich wirklich lohnen und wie viel sie tatsächlich bringen, zeigt der folgende Überblick.

Leichtlaufreifen und Luftdruck optimieren

Breite Reifen treiben den Verbrauch in die Höhe. Aufgrund des höheren Gewichts sowie größeren Abroll- sowie Luftwiderstands verursachen sie unnötige Kosten, die man sich sparen kann.

Sogenannte Leichtlaufreifen können hingegen helfen, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren, laut Umweltbundesamt um bis zu sechs Prozent. Allerdings sollte in die Rechnung einbezogen werden, dass die auch erst einmal angeschafft werden müssen. Ob sich das rechnet, muss jeder anhand der individuellen Fahrleistung selbst heraus finden.

Aber auch mit ganz normalen Reifen lässt sich Sprit sparen. Der richtige Reifendruck spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ist der nämlich zu niedrig, treibt das den Verbrauch in die Höhe. Der Reifenhersteller Michelin rechnet vor, dass ein Reifenluftdruck, der um 1 bar zu gering ist, über das Jahr hinweg eine komplette Tankfüllung verschwendet.

Ausmisten und Luftwiderstand reduzieren

Je größer der Luftwiderstand eines Fahrzeugs ist und je höher das Gewicht, desto mehr Sprit verbraucht es. Hier lässt sich durchaus sparen, denn viele Autofahrer haben selbst im Sommer die schweren Schneeketten im Kofferraum oder fahren eine ganze Woche lang ihr komplettes Altglas spazieren. Hier lohnt es sich, den Wagen einmal richtig auszumisten, um so das Gewicht zu reduzieren.

Gewicht lässt sich auch noch an anderer Stelle einsparen. Schwere Reservereifen können durch ein Notrad ersetzt werden oder sogar durch ein noch leichteres Pannenset. Dieses besteht in der Regel aus einem kleinen Kompressor, der von der Autobatterie mit Strom versorgt werden kann, sowie einer Flasche mit Reifendichtmittel. Laut ADAC bedeuten 100 Kilogramm Zusatzgewicht bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch.

Auch der Luftwiderstand lässt sich oft reduzieren. Wer nicht gerade unterwegs in den Urlaub ist, baut besser die Dachgepäckträger und Dachboxen ab. Die Fahrradträger am Heck des Fahrzeugs braucht man im Alltag in der Regel ebenfalls eher selten.

Unnötige Verbraucher abschalten

Eine Klimaanlage ist eine schöne Erfindung, aber sie treibt auch den Verbrauch in die Höhe. Das Gleiche gilt für die Standheizung. Beides sollte nur so lange eingeschaltet bleiben, wie es unbedingt notwendig ist. Sitz-, Scheiben- und Lenkradheizungen, Gebläse, Radios, Handyladegeräte, Dashcams und Co. verbrauchen allesamt Strom, den die Lichtmaschine erst einmal liefern muss.

Aber Vorsicht: Anstelle der Klimaanlage nun die Seitenfenster zu öffnen, ist nicht unbedingt die beste Idee, denn auch das erhöht den Luftwiderstand und treibt den Verbrauch vor allem bei schneller Fahrt in die Höhe.

Vorschaubild: © planet_fox / pixabay