Bombenfund in Nürnberg: Einsatzkräfte stehen vor "erheblicher Herausforderung"

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Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird in Nürnberg bei Bauarbeiten entdeckt. Bei der Evakuierung des betroffenen Gebiets stehen die in großer Zahl angerückten Einsatzkräfte vor einer schweren Aufgabe.

Update vom 22.10.2026, 14 Uhr: Bombenfund in Nürnberg: "Erhebliche Herausforderung" bei Evakuierung

In Folge des Bombenfundes im Süden Nürnbergs sind Einsatzkräfte aus der gesamten Region an den umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen beteiligt. "Nach dem Fund einer Fliegerbombe in Nürnberg läuft ein Großalarm für Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen aus Mittelfranken", berichtet das BRK.

Im betroffenen Evakuierungsgebiet liege neben einem Wohngebiet auch eine Kindertagesstätte sowie ein Seniorenheim mit rund 120 Bewohnerinnen und Bewohnern. "Insbesondere die schnellstmögliche Evakuierung des Seniorenheims stellt die Einsatzkräfte vor eine erhebliche logistische Herausforderung, da zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner auf einen liegenden Transport und besondere Betreuung angewiesen sind", heißt es vonseiten des BRK. Wie die Stadt Nürnberg bereits zuvor berichtet hatte, werden die Bewohner des Heims in einer anderen Einrichtung in der Herbartstraße untergebracht.

Großaufgebot im Einsatz

Über 20 Schnelleinsatzgruppen mit insgesamt 40 Transportfahrzeugen aus ganz Mittelfranken sind laut dem BRK für die Evakuierung alarmiert worden. Insgesamt seien rund 200 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen mit 60 Fahrzeugen im Einsatz - hinzu kommen Kräfte der Feuerwehren, der Polizei und des Technischen Hilfswerks.

Update vom 22.10.2026, 13.01 Uhr: Fliegerbombe bei Bauarbeiten gefunden - Details zu Evakuierung

Die Entschärfung der in Nürnberg gefundenen Fliegerbombe ist für Donnerstagmittag geplant. Die genaue Uhrzeit stand zunächst noch nicht fest. Nach der Sperrung der Straßen im Bereich um den Bombenfund hat um 12.59 Uhr die Evakuierung begonnen. Für Menschen, die sich im betroffenen Gebiet aufhalten, wurde im NCC West im Messezentrum, Messezentrum 1, eine Betreuungsstelle eingerichtet. Die rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims in der Klenzestraße werden übergangsweise im Seniorenheim in der Herbartstraße untergebracht.

Der Evakuierungsradius beträgt laut Stadt 750 Meter. Blindgänger wurde gegen 9.30 Uhr bei Bauarbeiten südöstlich des Südfriedhofs, zwischen Trierer Straße und Schnorrstraße am Rangierbahnhof gefunden. Nach Angaben der Stadt beträgt das Gewicht der Bombe 250 Kilogramm, ein Sprecher der Feuerwehr nannte gegenüber News5 ein Gewicht von 225 Kilogramm.

Update vom 22.10.2026, 11.14 Uhr: Bombenfund sorgt für Einschränkungen im Nahverkehr

Die in Nürnberg gefundene amerikanische Fliegerbombe soll am Donnerstag (22. Oktober 2026) entschärft werden. Der Blindgänger liege an der Oberfläche, teilte die Stadt mit. Demnach sind der westliche Teil der Rangierbahnhofsiedlung, circa die Hälfte der Kettelersiedlung sowie Teile von Falkenheim und der Bauernfeindsiedlung von der Evakuierung betroffen.

Der Fund sorge zudem für Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Der E5 fährt laut der Stadt Nürnberg bis zur Saarbrückener Straße und wendet dort. Die Haltestelle  Worzeldorfer Straße werde nicht angefahren. 

Die Buslinie 68 fahre von Langwasser Mitte bis Harnischschlag und dann über die Münchener Straße zur A73. Die Busse der Linien würden die nächste Ausfahrt zur  Saarbrückener Straße nehmen, um zur Haltestelle Saarbrückener Straße zu fahren. Ab der Haltestelle fahre die Linie wieder regulär bis zur Endhaltestelle Gustav-Adolf-Straße. Die Haltestellen Kornburger, Schwander, Herpersdorfer und Worzeldorfer Straße könnten nicht bedient werden.

Ursprungsmeldung vom 22.10.2026, 10.47 Uhr: Fliegerbombe in Nürnberg gefunden

Bei Bauarbeiten ist in Nürnberg eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Das teilte die Stadt am Donnerstagvormittag (22. Oktober 2026) mit. Demnach stamme der 250 Kilogramm schwere Koloss aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Der südöstlich des Südfriedhofs zwischen Trierer Straße und Schnorrstraße am Rangierbahnhof gefundene Blindgänger soll entschärft werden. Der Evakuierungsradius beträgt laut Stadt 750 Meter.

Vorschaubild: © NEWS5 / David Oßwald (NEWS5)