• Erste Krebs-Anzeichen: So kannst du eine Erkrankung rechtzeitig erkennen
  • Krebs bei Kindern und Jugendlichen: Diese Anzeichen können auf die Krankheit hinweisen
  • Krebs bei Erwachsenen: Bei diesen Symptomen sollte man hellhörig werden 
  • Wann du unbedingt zum Arzt gehen solltest
  • Diagnosemethoden: So stellt der Arzt Krebs fest

Erste Anzeichen einer Krebserkrankung nehmen viele gar nicht als solche wahr. Dabei ist es sehr wichtig, auf seinen Körper zu hören und auf Symptome zu achten. Wie können erste Anzeichen einer Krebserkrankung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aussehen? Wie warnt einen der eigene Körper frühzeitig und wann ist es höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen? 

Krebs-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen: Das können erste Anzeichen sein

Eine Krebserkrankung trifft uns meist sehr unerwartet. Grund dafür ist oftmals, dass die möglichen Krankheitsanzeichen im ersten Augenblick sehr harmlos wirken und kaum die Vermutung nahelegen, es handele sich um eine schlimmere Krankheit. Besonders bei Kindern kommen Anzeichen wie blaue Flecken, Fieber oder Kopfschmerzen so häufig vor, dass sie im Hinblick auf eine Krebserkrankung kaum ernst genommen werden.

Dennoch sollte man sich darüber bewusst sein, welche Anzeichen auf eine Krebserkrankung hinweisen können. Sind diese Symptome stark ausgeprägt, lassen sich nicht erklären, sind eine längere Zeit fortbestehend oder verschlimmern sich weiter, solltest du nicht zögern, alles beim Kinderarzt abklären zu lassen.

Mögliche sogenannte "Allgemeinsymptome" können anzeigen, dass der Organismus sich gegen die Ausbreitung der Krebszellen wehrt. Sowohl Fieber als auch Blässe, Abgeschlagenheit, Spielunlust, Wachstumsverzögerungen oder ein Gewichtsverlust können ein Hinweis darauf sein, dass der Körper gegen Krebszellen ankämpft.

Krebs frühzeitig erkennen: Bestimmte Symptome im Auge behalten

Andere sogenannte "Lokalsymptome" führen eine Veränderung im Körper mit sich. Dehnen sich die Krebszellen weiter aus und verdrängen das gesunde Gewebe, kann es im Bereich des betroffenen Organs zu Schwellungen oder Schmerzen kommen, aber auch zu Sehstörungen, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen, Krampfanfällen oder Knochenschmerzen.

Welche Symptome auftauchen, hängt davon ab, welches Organ von den Krebszellen angegriffen wird und wie stark das Immunsystem im Allgemeinen ist. Die sehr unterschiedlichen Krankheitsanzeichen machen es schwierig, die möglichen Symptome klar einzugrenzen.

Knochenschmerzen können beispielsweise durch eine Leukämie verursacht werden, können aber auch nur ein Hinweis auf einen Wachstumsschub sein. Wichtig ist, dass du mögliche Symptome, die du erkannt hast, im Auge behältst und bei ausbleibender Besserung einen Arzt aufsuchst.

Krebs: Krankheitsanzeichen bei Erwachsenen erkennen - Symptome scheinen oft harmlos

Krebs ist eine Erkrankung, die jährlich für den Tod von etwa 230.000 Menschen Schuld trägt: Die Erkrankung ist also durchaus ernst zu nehmen. Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen können in seltenen Fällen harmlos wirkende Symptome auf eine Krebserkrankung hindeuten.

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Leidest du an einem oder mehreren Symptomen, solltest du zur Absicherung unbedingt einen Facharzt aufsuchen: Handelt es sich wirklich um Krebszellen, die dein gesundes Gewebe angreifen, kann eine frühzeitige Diagnose schlimmere Folgen verhindern und eine Heilung wahrscheinlicher machen. Oftmals lassen sich die Beschwerden auch durch eine gutartige Erkrankung klären.

Stellst du tastbare Schwellungen, Verhärtungen oder Knoten an deinem Körper fest, kann dies ein Warnzeichen für Krebs sein. Diese können sowohl auf der Haut, als auch auf der Schleimhaut oder in den Weichteilen auftauchen und führen meist keine Schmerzen mit sich. Verspürst du unerklärliche Schmerzen, kann dies auch ein allgemeines Symptom sein.

Krebs bei Erwachsenen erkennen: Veränderungen auf jeden Fall ernst nehmen

Weitere mögliche Warnsignale sind Veränderungen an Brust oder Hoden, der Lymphknoten im Achselbereich, den Leisten oder am Hals sowie Veränderungen am Kropf. Außerdem könnten ein anhaltender Husten, die Veränderung eins lange bestehenden Hustens sowie ständiger Hustenreiz, Atemnot, Schluckbeschwerden, chronische Heiserkeit oder ein blutiger Auswurf körperliche Hinweise auf eine Krebserkrankung sein.

Nimm es ernst, wenn du Veränderungen der Haut, Leberflecken und Warzen hinsichtlich ihrer Größe, Form und Farbe erkennst, eine Gelbsucht, fleckig gerötete Handinnenflächen oder Lebersternchen. Symptome könnten ebenso Blut in der Samenflüssigkeit, Blutungen nach den Wechseljahren oder Schmierblutungen zwischen den Regelblutungen, Veränderungen beim Stuhlgang oder Urinieren, (wie beispielsweise Schmerzen, geringe Blutmengen, ungewöhnlich häufiger Harndrang oder schwacher, unterbrochener Urinfluss) sein.

Überdies solltest du Symptome wie ungewöhnliche und dauerhafte Veränderungen der Verdauungsgewohnheiten, Sodbrennen, ein häufiges Druck- oder Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen und ungewöhnliche Blutungen oder Ausscheidungen (beispielsweise aus dem Mund, der Nase, der Harnröhre oder der Vagina), anhaltendes Aufstoßen, Erbrechen, Appetitlosigkeit, ein Gewichtsverlust ungeklärter Herkunft, Blässe, Blutarmut, Müdigkeit und einen Leistungsbefall ernst nehmen.

Weitere Warnsignale bei Erwachsenen können auf Krebs hinweisen - der Überblick

Oft auftauchende Warnsignale sind darüber hinaus Fieber, Schweißausbrüche, Schwindelgefühl oder Herzrasen, neu aufkommende Kopfschmerzen, Störungen im Sehvermögen, Krampfanfälle, ein ungewöhnlicher anhaltender Juckreiz, neurologische Störungen wie Lähmungserscheinungen, Sprach- und Koordinierungsstörungen oder neu auftretende Ungeschicklichkeit, starke Persönlichkeitsveränderungen und nicht oder schlecht heilende Wunden.

Zudem gibt es Symptome, die speziell bei Männern auftreten können. Dazu gehören der schwache und unterbrochene Harnfluss, die Unfähigkeit, Wasser zu lassen, Schwierigkeiten zu Beginn des Wasserlassens sowie ein verhärteter oder vergrößerter Hoden. Bei Frauen können weitere Warnsignale eine verhärtete Brust oder Knoten in der Brust, die Verziehung einer Brustwarze, ungewöhnliche vaginale Blutungen (beispielsweise nach dem Geschlechtsverkehr) oder ein bräunlicher Ausfluss sein.

Die Symptome sind sehr vielseitig und hängen von der Lokalisation und der Aggressivität der Krebszellen ab. Die grundlegenden Warnsignale tauchen grundsätzlich dann auf, wenn der Krebs wächst und auch benachbarte Organe, Nerven oder Blutgefäße in ihrer Funktion beeinträchtigt.

Frühes Handeln ist bei Krebsverdacht wichtig - so wichtig ist Vorsorge

Beim Erkennen einer oder mehrerer der aufgelisteten Symptome solltest du den Arzt aufsuchen, wenn sie unerklärlicher Herkunft sind, langandauernd sind oder sich mit der Zeit verschlimmern.

Grundsätzlich kann ein möglichst frühes Handeln nach dem Erkennen der Warnzeichen dabei helfen, sich Klarheit zu verschaffen und bei einer tatsächlichen Erkrankung die Chancen auf eine vollständige Heilung erhöhen. Wichtig ist also eine gute Selbstbeobachtung. Kannst du die Symptome nicht klar zuordnen, ist es wichtig, dass du einen Arzt aufsuchst. Empfehlenswert sind außerdem regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Beispielsweise können Vorformen eines Darmkrebses durch eine Darmspiegelung bei einer Vorsorgeuntersuchung bereits entfernt werden. Die Vorsorgeuntersuchungen bieten dir die Möglichkeit, eine Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen und eine nötige Behandlung direkt einzuleiten.

Einige grundlegende Maßnahmen, die jeder zusätzlich in seinem Lebensalltag integrieren kann, um das Krebsrisiko zu senken, ist nicht zu rauchen, selten Alkohol zu konsumieren, Vorsorgeuntersuchungen und Körpersignale wahrzunehmen, die weibliche Brust oder den männlichen Hoden abzutasten, Übergewicht zu vermeiden, sich regelmäßig zu bewegen und einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu folgen.

Nachweisen einer Krebserkrankung: Diese Diagnosemethoden sind üblich 

Jeder Krankheitsdiagnose geht eine detaillierte Anamnese voran. In dieser geht es um die individuelle Krankheitsgeschichte, in der alle Informationen abgefragt werden, die für das medizinische Fachpersonal relevant sein könnten. Im Anschluss an diese erfolgen sorgfältige körperliche Untersuchungen, die den Krebs erkennen können. Zu den grundlegenden Untersuchungen gehören die Endoskopie, die Biopsie, bildgebende Verfahren, die mikroskopische Diagnostik und die molekulare Diagnostik.

Die endoskopische Untersuchung wird auch "Innenspiegelung" genannt. Dabei geht es darum, die Organe genauer zu betrachten - dir bekannte Methoden sind oftmals die Magenspiegelung oder die Darmspiegelung. Unter den bildgebenden Untersuchungen versteht man beispielsweise das Röntgenbild, die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT), die Szintigraphie, die Positronenemissionstomografie (PET) und den Ultraschall. Durch die bildlichen Einblicke in den Körper können Ärzt*innen erkennen, ob das Gewebe gesund ist oder es krankhaftes Gewebe gibt.

Bei einer sogenannten Biopsie werden einzelne Zellen oder Gewebe entnommen. Diese Einzelzellen werden beispielsweise nach einer Färbung mikroskopisch im Labor untersucht, sodass ein eventueller Tumor schnell diagnostiziert werden kann. Im Gegensatz dazu werden bei der mikroskopischen Diagnostik Urinproben, Blutproben, Gewebe- oder Zellproben direkt unter dem Mikroskop untersucht. Aber auch körpereigenes Untersuchungsmaterial, das aus einer Biopsie oder einem Abstrich gewonnen wurde, kann bei der Ausdifferenzierung der Tumorart helfen oder einen Verdacht weiter bestätigen. Zuletzt ist die molekulare Diagnostik hilfreich dabei, die Art des Tumors zu unterscheiden. Dabei werden Tumorzellen entnommen und deren Erbgut so untersucht. Einige Tumorarten weisen Erbgutveränderungen auf, die das Wachstum des Tumors antreiben. So kann abschließend die individuelle und auf dich abgestimmte Behandlung erfolgen.

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