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Mehr Biodiversität zu Hause: 10 Pflanzen, die in jedem Garten wachsen sollten

Es gibt viele heimische Pflanzen, die gut für die Umwelt sind und die Biodiversität fördern. Das kommt nicht nur den Insekten zugute, sondern sieht auch gut aus.
Mit einem Insektengarten die Biodiversität verbessern.
Mit einem Insektengarten die Biodiversität verbessern. Foto: CC0 / Pixabay / MiVargof
  • Biodiversität muss aktiv gefördert werden
  • Schon eine kleine Ecke im Garten hilft
  • Diese Pflanzen solltest du einsetzen

Die Umweltbedingungen werden für Insekten stetig schlechter, weshalb es so wichtig ist, wie noch nie, die Biodiversität auch im eigenen Garten zu stärken. Wir erklären dir im folgenden, wie das funktioniert und welche heimischen Pflanzen du dazu einsetzen kannst.

Warum es so wichtig ist auf heimische Pflanzen zu achten

Unser Ökosystem ist grundsätzlich gut eingespielt: Alle Pflanzen erfüllen eine Funktion und die Insekten brauchen sie zum Leben. Sowohl Stängel als auch Blätter sind genau wie Pollen und der Nektar wichtig. Je nach Art ist das Insekt auf bestimmte Pflanzen angewiesen, andere Insekten sind dagegen freier in ihrer Auswahl.

Doch Lebensraum und Nahrung zu finden, ist für Insekten immer schwieriger geworden. Es wird immer wärmer, Landschaften verrotten und Pestizide werden häufig eingesetzt. In vielen Regionen sind Gärten die letzte Möglichkeit für Tiere einen Lebensraum zu finden. Um die Artenvielfalt aufrechtzuerhalten, solltest du daher auf heimische Pflanzen setzen.

Diese kommen neben Insekten auch Vögeln, Bienen und Schmetterlingen zu Gute. Gleichzeitig sind sogenannte Insektengärten auch ein echter Hingucker und verschönern den Garten. Daher ist es wichtiger denn je, auf heimische Pflanzen zu setzen.

Schön fürs Auge und gut für Insekten

Es muss natürlich nicht gleich der gesamte Garten für Tiere und Insekten hergerichtet sein. Bereits wilde Ecken oder ein Beet aus Wildblumen verbessern die Biodiversität. Lasse dazu beispielsweise eine Ecke im Garten frei und wild wachsen. Dort werden Gräser, Klee und weitere Wildpflanzen ihren Weg finden.

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Achte darauf, dass dieser Bereich nicht gemäht oder von Personen betreten wird. Alternativ kannst du ein Beet aus Wildblumen anlegen, was nicht nur prächtig blüht und somit schön aussieht, sondern auch viele Tiere anlockt. Essenziell für einen Insektengarten sind Frühblüher: Narzissen oder Schneeglöckchen sind vor allem für Insekten überlebensnotwendig, die bereits früh im Jahr unterwegs sind.

Der Insektengarten muss kaum gepflegt werden, so werden Stauden beispielsweise nur einmal im Jahr geschnitten. Zudem erwacht der Garten bereits zur Frühlingszeit zum Leben: In den Halmen der Wildblumen können Insektenlarven überwintern, die dann im Frühjahr schlüpfen.

Diese Pflanzen eignen sich

Laut dem Bundesamt für Naturschutz gibt es in Deutschland über 9.500 Pflanzenarten. Wir geben dir im Folgenden einen Überblick über zehn Pflanzen, die in einem Garten, der auf Biodiversität setzt, nicht fehlen sollten:

  1. Schneeglöckchen: Schneeglöckchen blühen bereits in den ersten Monaten des Jahres und bieten Hummeln und Bienen eine wichtige Nahrungsquelle. So früh im Jahr haben die Insekten sonst kaum eine andere Möglichkeit an Nahrung zu gelangen.
  2. Kornelkirsche: Der Strauch kann bis zu 8 Meter hoch werden und ist ein echter Hingucker. Die Früchte kannst du sogar essen. Die Kornelkirsche bietet Vögeln einen Nistplatz und Insekten Nahrung.
  3. Wiesen-Schlüsselblume: Hummeln, Bienen und Schmetterlinge finden an dieser Pflanze Nahrung.
  4. Schlehe: Sträucher dieser Art sind ein wichtiger Lebensraum für Insekten und Vögel. Auch Säugetiere verzehren die Früchte und die Blüten sind für bestäubende Insekten sehr attraktiv.
  5. Weißdorn: In den dichten Zweigen können Vögel perfekt nisten. Zudem blüht der Weißdorn üppig, was Bestäubern wieder zugutekommt. Die Früchte werden von Vögeln verzehrt.
  6. Hundsrose: Die Hundsrose ist ein natürlicher Schutzraum für Insekten. Zudem sorgt die häufigste Form der Hagebutte dafür, dass die Vögel auch im Winter Nahrung finden.
  7. Wilde Malve: Die Blüten sind insbesondere für Käfer attraktiv. Gleichzeitig bietet die Wilde Malve auch einen Lebensraum für verschiedene Insekten.
  8. Brennnessel: Die Brennnessel ist alles andere als ein Unkraut. Sie ist Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich, vor allem für Schmetterlinge.
  9. Lungenkraut: Auch diese Pflanze ist essenziell für das Überleben von Bestäubern, wie beispielsweise Hummeln oder Bienen.
  10. Spitzwegerich: Sowohl Schmetterlinge als auch Insekten finden mit dieser Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle.

Vorteile heimischer Pflanzen für die Biodiversität

Je vielfältiger ein Garten aufgestellt ist, desto mehr Insekten und Tiere fühlen sich dort wohl, finden Nahrung oder Unterschlupf. Damit wirkst du dem Artensterben entgegen. Durch die Verwendung von heimischen Pflanzen ist das ganze besonders nachhaltig.

So sind die heimischen Tiere und Insekten nicht nur auf das heimische Angebot eingestellt, die heimischen Pflanzen haben auch bessere Chancen zu überleben, da sie an die Temperaturen und Witterungsbedingungen angepasst sind. Wer einen kompletten Insektengarten etablieren möchte, der sollte eine Wildwiese blühen lassen, Gehölze anlegen und Wildkräuter sähen. Damit schaffst du ausreichend Nahrungsquellen, Blüten und Lebensraum.

Wichtig ist, dass du die Pflanzen der Natur überlässt. Statt zu mähen, solltest du maximal regelmäßig zurückschneiden. Darüber hinaus sorgen die heimischen Pflanzen für eine Stabilisierung des Bodens und kontrollieren die Schädlingspopulation auf natürliche Weise. All das trägt zu einem gesunden Ökosystem bei.

Fazit

Schon kleinste Bereiche im Garten für Insekten und Kleintiere herzurichten, sorgt für eine verbesserte Biodiversität. Du tust also nicht nur der Umwelt was Gutes, sondern kannst auch ganz entspannt von der Terrasse und einem Balkon aus, dem bunten Treiben im Garten folgen.

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