Plötzlich überall im Garten: Was hinter dem gelben Blüten-Alarm steckt

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Er ist eigentlich schön anzuschauen, aber kann schnell zum Ärgernis werden: Warum der Hahnenfuß im Garten ein Alarmsignal sein kann.

Mit seinen gelben Blüten ziert der Hahnenfuß jetzt im Sommer viele Wiesen in Deutschland. Auch in Gärten ist die Pflanze derzeit häufig zu sehen. Die beiden häufigsten Arten sind der "Kriechende Hahnenfuß" (Ranunculus repens) und der "Scharfe Hahnenfuß" (Ranunculus acris).

Trotz ihrer Schönheit zählt die Pflanze jedoch zu den lästigsten Wildkräutern und ist ein eher ungern gesehener Gast im Garten. Insbesondere der kriechende Hahnenfuß kann schnell hartnäckig werden. Doch warum ist das Gewächs ein Warnsignal und wie kann man die Oberhand über die Pflanze gewinnen?

Warum der Hahnenfuß ein Warnsignal im Garten ist

Laut der Website GartenDiagnose ist die Pflanze vorrangig deswegen ein Alarmzeichen, weil sie nicht zufällig im Garten auftaucht. Sie kommt nämlich überwiegend da zum Vorschein, wo das Gras schwächelt. 

Besonders oft sieht man den Hahnenfuß in Bereichen, die nach dem Winter noch nicht richtig wieder zum Leben erweckt sind. Er wächst da, wo der Boden zu hart ist oder wo der Rasen durch Schatten nicht richtig dicht wird.

Häufig ist das Unkraut damit weniger das eigentliche Problem als vielmehr eine sichtbare Begleiterscheinung, wenn die Bodenverhältnisse im Garten aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Lästiger Hahnenfuß im Garten - so entfernt man die Pflanzen am besten

Der Hahnenfuß bevorzugt vor allem feuchte Böden. Wegen ihrer Ausbreitung über Ausläufer oder Samen kann die Pflanze recht dominant werden. Zudem reichen die Wurzeln der Pflanze bis zu 50 Zentimeter in den Boden, was das endgültige Entfernen schwierig macht. Was kann man also tun?

Für kleinere Pflanzen können Gärtner auf eine einfache Gabel zurückgreifen. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Erde auflockern und die Wurzel freilegen. 

Sind die Pflanzen bereits größer, ist ein robustes Küchenmesser das Werkzeug der Wahl. Auch hier lässt sich die Erde rund um die Wurzel lockern und die Pflanze behutsam herausziehen. Empfehlenswert ist es, dafür ein älteres Messer zu nehmen, da es beim Garteneinsatz abstumpfen oder sonstigen Schaden nehmen kann. Wer gerade kein geeignetes Messer zur Hand hat, kann auch auf einen längeren Schraubenzieher zurückgreifen. 

Nachhaltig frei vom Hahnenfuß - so klappt's

Entscheidend für den langfristigen Erfolg der Aktion ist es, möglichst die gesamte Wurzel der Pflanze zu entfernen. Andernfalls treibt der Hahnenfuß nicht selten direkt wieder aus. Wie das Gartenjournal berichtet, könne es bei starkem Befall notwendig sein, die betroffene Grasnarbe vollständig zu entfernen. Danach trägt man frischen Mutterboden auf und säht die Fläche neu ein. So beuge man einem schnellen Wiederaufkommen des Unkrauts vor und ermögliche einen Neuanfang. Besonders bei älteren Exemplaren mit tiefen Wurzeln lohnt sich eine gründliche Herangehensweise. 

Um sich das Leben beim Entfernen zu erleichtern, bietet es sich außerdem an, den Boden im Vorhinein zu befeuchten oder sich der Sache nach einem Regenschauer anzunehmen. Zudem ist der Hahnenfuß nicht nur lästig, sondern auch giftig. Da er bei Kontakt mit der Haut Reizungen verursachen kann, empfiehlt es sich, beim Entfernen der Pflanze Handschuhe und langärmlige Kleidung zu tragen. 

Übrigens: Wer wissen möchte, warum auch Gänseblümchen ein Warnsignal im Garten sind, wird hier fündig. Und wer wissen möchte, warum eine Bierflasche unter dem Rasenmäher ein guter Trick für gesundes Gras ist, der kann hier weiterlesen.

Vorschaubild: © hendro/AdobeStock