Zigaretten werden in den kommenden Jahren noch teurer werden. Die Bundesregierung will bei der Erhöhung der Tabaksteuer nachlegen, wie aus Dokumenten des Finanzministeriums hervorgeht.
Rauchen soll in Deutschland künftig noch teurer werden. Die Bundesregierung plant schon länger eine Erhöhung der Tabaksteuer. Laut einem Medienbericht soll die nun noch stärker ausfallen, als ursprünglich geplant.
Der Preis für eine Packung Zigaretten würde demzufolge bis 2030 von acht Euro auf fast zwölf Euro steigen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine sogenannte Formulierungshilfe, die das Finanzministerium für die Koalitionsfraktionen bereitstellt. Im Beschluss des Bundeskabinetts zum geplanten Haushalt für 2027 war noch von einer Erhöhung des Durchschnittspreises für eine Packung Zigaretten auf 11,40 Euro die Rede.
Zigaretten für fast 12 Euro? Regierung plant noch höhere Tabaksteuer
Jetzt beabsichtigt die Koalition offenbar, 40 Cent draufzulegen. Analog soll auch Feinschnitt, also Tabak für selbstgedrehte Zigaretten, stärker besteuert werden. Grund für die Änderung sei dem RND zufolge eine Lücke im Haushalt. Aus Regierungskreisen hieß es jedoch, die "maßvoll Anhebung" diene auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Die Bundesregierung hat sich als Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter anderem das Ziel gesetzt, die Raucherquote unter Jugendlichen sowie Erwachsenen zu senken.
Die Bundesärztekammer war vom ersten Gesetzesentwurf zur höheren Tabaksteuer von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wenig überzeugt. "Die aktuellen Pläne gehen nicht weit genug", heißt es in einer Mitteilung. Der Verband forderte auch, Liquids und Einweg-E-Zigaretten höher zu besteuern, um deren Attraktivität für Kinder und Jugendliche zu verringern.
Die Ärztekammer sehe auch bei der Alkoholsteuer Nachbesserungsbedarf. Aus ärztlicher Sicht sollten sämtliche alkoholische Getränke einbezogen werden - bislang werden Bier und Wein aber von den Steuerplänen ausgenommen. Allgemein nutze Deutschland "die Möglichkeiten zur Eindämmung des Konsums gesundheitsschädlicher Produkte" im europäischen Vergleich nicht konsequent genug.
Neben höheren Steuern für Alkohol und Tabak, sehen die Haushaltspläne Klingbeils zudem eine Zuckersteuer vor. Diese würde auf süße Getränke wie Limonaden und Cola fällig werden. Details dazu sind bisher allerdings nicht bekannt.
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