Neu beim Online-Banking der Sparkasse: Was Bank-Kunden jetzt wissen müssen

Ob beim Geldabheben, Bezahlen oder in der App: Sparkassen-Kunden sollten die Änderungen kennen
Ob beim Geldabheben, Bezahlen oder in der App: Sparkassen-Kunden sollten die Änderungen kennen
CC0 / Pixabay / TheDigitalWay

Sparkassen-Kunden müssen sich beim Online-Bezahlen im Internet umstellen: S-ID-Check läuft aus, die S-pushTAN-App übernimmt viele Kartenfreigaben.

  • Was ändert sich bei der S-pushTAN-App?
  • Welche Sparkassen-Kunden sind betroffen?
  • Müssen Kunden jetzt aktiv werden?
  • Wie sicher ist das neue Verfahren?

Die Änderung für Sparkassen-Kunden betrifft vor allem die Freigabe von Kartenzahlungen im Internet. Neue Registrierungen für S-ID-Check sind seit dem 16. Januar 2026 nicht mehr möglich. Wer online mit einer Sparkassen-Karte bezahlt, sollte deshalb prüfen, ob die eigene Karte bereits für 3-D Secure über die S-pushTAN-App eingerichtet ist.

Was ändert sich bei der S-pushTAN-App?

Die Neuerung betrifft nicht die normale Sparkassen-App, mit der Kontostände, Umsätze oder Überweisungen verwaltet werden. Es geht um die separate S-pushTAN-App, die Freigaben bestätigt. Sie wird nun auch für bestimmte Kartenzahlungen im Internet wichtiger.

Auf der offiziellen Seite S-ID-Check steht, dass die Registrierung für diese App seit dem 16.01.2026 nicht mehr möglich ist. Für neue Freischaltungen verweist die Sparkassen-Finanzgruppe auf die S-pushTAN-App. Damit verschiebt sich die Kartenfreigabe von einer eigenen Sicherheits-App hin zu einem Verfahren, das viele Sparkassen-Kunden bereits aus dem Online-Banking kennen.

Bereits registrierte Nutzerinnen und Nutzer verlieren den Zugang aber nicht sofort. Laut den S-ID-Check-FAQ lässt sich die alte App noch bis Ende 2026 verwenden. Der Umstieg ist deshalb keine Sofortsperre, er beinhaltet eine Übergangsphase mit klarer Frist.

Welche Sparkassen-Kunden sind betroffen?

Betroffen sind vor allem Kundinnen und Kunden, die ihre Karte beim Online-Shopping einsetzen. Die Sparkasse nennt auf ihrer Seite zu 3-D Secure die Sparkassen-Card, die Sparkassen-Kreditkarte und die Sparkassen-Karte Basis. Es geht also nicht um Bargeldabhebungen.

Bei der Sparkassen-Card kommt es auf die Ausstattung der Karte an. Wenn sie ein Mastercard- oder Visa-Logo trägt, kann sie laut Sparkasse auch für Online-Käufe genutzt werden. In solchen Fällen kann der Händler eine zusätzliche 3-D-Secure-Freigabe verlangen.

Nicht jede Zahlung löst automatisch eine sichtbare Bestätigung aus. Die Sparkasse erklärt, dass kleine Beträge unter 30 Euro, wiederkehrende Zahlungen oder Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU teilweise ohne erneute Freigabe funktionieren können. Sobald die Abfrage erscheint, muss die Zahlung aber über das eingerichtete Verfahren bestätigt werden.

Müssen Kunden jetzt aktiv werden?

Wer S-pushTAN bereits nutzt, sollte zuerst den Freischaltungsstatus der Karte prüfen. Die Sparkasse verweist dafür auf das Online-Banking und den Service Card Control, sofern die eigene Sparkasse diesen anbietet. Ist die Karte bereits eingerichtet, entsteht im Alltag oft kein zusätzlicher Schritt.

Wer bisher chipTAN verwendet, muss das Sicherungsverfahren für das Online-Banking nicht zwingend wechseln. Die Sparkasse schreibt dazu auf ihrer 3-D-Secure-Seite, dass die S-pushTAN-App auch nur für das Bezahlen im Internet genutzt werden kann. Damit bleibt chipTAN für Überweisungen möglich, während Kartenzahlungen separat über S-pushTAN laufen.

Ohne Online-Banking ist die Einrichtung aufwendiger. Laut Sparkasse können Kundinnen und Kunden ihre Karte trotzdem für 3-D Secure freischalten und erhalten anschließend Unterlagen mit einem QR-Code sowie gegebenenfalls ein Aktivierungspasswort. Wer kein passendes Smartphone besitzt oder bei der Einrichtung nicht weiterkommt, sollte die eigene Sparkasse kontaktieren.

Wie sicher ist das neue Verfahren?

Die S-pushTAN-App arbeitet mit einer Zwei-Faktor-Freigabe. Auf der Seite zur S-pushTAN-App erklärt die Sparkasse, dass Aufträge per App bestätigt werden. Zusätzlich können Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die App schützen.

Bei Kartenzahlungen im Internet dient 3-D Secure dazu, die Karteninhaberin oder den Karteninhaber zu legitimieren. In den FAQ zum S-ID-Check wird erklärt, dass die bloße Kenntnis von Kartendaten nicht genügen soll, um eine Zahlung auszulösen. Die Freigabe verknüpft Karte, App und mobiles Endgerät.

Trotzdem bleibt Phishing ein Risiko. Auf der S-ID-Check-Seite wird ausdrücklich davor gewarnt, Kartendaten, Benutzernamen, PIN oder Passwörter per E-Mail preiszugeben. Eine Freigabe gehört nur zu einem Kauf, den du selbst gestartet hast und dessen Zahlungsdaten in der App korrekt angezeigt werden.