Gute Nachricht für Eltern: Kindergeld ohne Antrag kommt 2027

Die Bundesregierung plant eine Erhöhung des Kindergelds. Familien sollen das Geld einfacher erhalten können - dafür wurde nun eine entscheidende Veränderung beim Antragsverfahren beschlossen.

Die schwarz-rote Koalition plant, das Kindergeld in den kommenden Jahren anzuheben. Nach einem Dokument des Finanzministeriums soll es schrittweise bis zum Jahr 2028 auf 272 Euro pro Monat steigen.

Derzeit beträgt das Kindergeld unabhängig vom Einkommen 259 Euro monatlich je Kind.

Erleichterung beim Kindergeld: Automatisierung und Erhöhung geplant

Darüber hinaus will die Bundesregierung das Auszahlungsverfahren vereinfachen. Familien sollen künftig nach der Geburt automatisch Kindergeld bekommen, ohne einen Antrag stellen zu müssen. Das Gesetz dazu wurde am Donnerstag (9. Juli 2026) vom Bundestag beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Jetzt muss nur noch der Bundesrat zustimmen. In Kraft treten sollen die Änderungen Anfang Januar 2027; die Umsetzung ist in zwei Stufen geplant.

Im ersten Schritt umfasst das antragslose Verfahren Geburten ab dem zweiten Kind. Die Familienkasse kann dafür die Daten nutzen, die bereits vom ersten Kind bekannt sind. Im zweiten Schritt soll das Verfahren dann auch auf Eltern ausgeweitet werden, die ihr erstes Kind bekommen. Laut früheren Angaben können Familien ab November 2027 mit der vollständigen Umstellung des Antragsverfahrens rechnen.

Die CDU-Politikerin Anne König sagte: "Mit dem antragslosen Kindergeld bauen wir Bürokratie spürbar ab und entlasten Familien in den ersten Wochen nach der Geburt." Die Union habe sich dafür eingesetzt, dass das Kindergeld grundsätzlich an die Mutter ausgezahlt wird.

Bis zu 600 Euro steuerliche Entlastung für Familien: Das sind die geplanten Voraussetzungen

Wie aus den Reformbeschlüssen der Bundesregierung hervorgeht, sollen Familien mit zwei erwerbstätigen Eltern ab 2027 um bis zu 600 Euro pro Jahr steuerlich entlastet werden.

Genaue Zahlen können  allerdings erst genannt werden, wenn das Bundesfinanzministerium den neuesten Existenzminimumbericht veröffentlicht, wie Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei der Pressekonferenz Anfang Juli verkündet hat.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ergänzte bezüglich der 600 Euro jährlichen Entlastung, dass das ein "respektables Ergebnis" sei. Bürgerinnen und Bürger sollen wieder mehr netto in der Tasche haben, um entsprechend konsumieren zu können. Durch die 34 Reformvorschläge soll "Deutschland wieder flott" gemacht werden, so Merz. "Jetzt ist klar, dass das möglich ist", statuierte der Kanzler bei der Pressekonferenz.

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