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Zimmerpflanzen

Blühende Zimmerpflanzen: Empfehlungen für den Winter

Die meisten Zimmerpflanzen legen im Winter eine Ruheperiode ein und zeigen ihre Blüten in den Sommermonaten. Mit einer geschickten Pflanzenauswahl lässt sich aber auch in der dunklen Jahreszeit eine freundlichere Atmosphäre mit blühenden Zimmerpflanzen schaffen.
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Die Kalanchoe ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch den Winter über blüht. Bild: Tinix/ pixabay.com
Die Kalanchoe ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch den Winter über blüht. Bild: Tinix/ pixabay.com

Vor der Entscheidung für winterblühende Zimmerpflanzen sind ein paar Tipps zu berücksichtigen. Beim Einkauf bereits blühender Pflanzen sollte man beachten, dass sie nicht dem Frost ausgesetzt werden und möglichst gut verpackt sind, damit sie auf dem Heimweg keinen Schaden nehmen. Viele Sorten, wie Kalanchoe oder Azaleen sind in mehreren Farben erhältlich. Wenn man es nicht zu bunt in der Wohnung mag, sollte die Farbe zur Wohnungseinrichtung passen. Wichtig ist auch der Standort, da es einige Blütenpflanzen eher kühler mögen.

Kalanchoe

Kalanchoe blossfeldiana, auch bekannt als Flammendes Käthchen, ist ein ursprünglich aus Madagaskar stammendes Dickblattgewächs, das in vielen Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben im Winter angeboten wird. Die verschiedenen Züchtungen blühen in Farbtönen von Violett über Rosa und Pink aber auch in Orange, Gelb und Weiß. Da das Flammende Käthchen zu den sukkulenten Pflanzen zählt, können die dicken Blätter viel Wasser speichern und es muss nur wenig gegossen werden. Am besten lässt man die Erde immer erst gut abtrocknen, bevor erneut Wasser gegeben wird. In der Regel reicht einmal wöchentliches Gießen aus. Der Standort sollte bei einer Temperatur von ca. 12 bis 18 Grad möglichst hell sein. Trockene Zimmerluft wird gut vertragen und macht die Kalanchoe zu einer pflegeleichten und unkomplizierten Pflanze für den Wohnraum.

Zimmer-Alpenveilchen

Die blühfreudigen und beliebten Alpenveilchen (Cyclamen persicum) stellen besondere Ansprüche an ihren Standort. Sie mögen keine zu warmen Wohnräume, keine direkte Sonne und fühlen sich in einem kühlen Raum bei ca. 15 Grad wohl. Idealer Standort wäre ein kühles und helles Treppenhaus, ein ungeheizter Wintergarten oder ein Nordfenster im Schlafzimmer. Die Knolle des Alpenveilchens reagiert sehr empfindlich auf Nässe und neigt schnell zu Fäulnis. Daher wird empfohlen, am besten nur von unten zu gießen und das überschüssige Wasser zu entfernen oder das Alpenveilchen für zehn Minuten in einen Topf mit zimmerwarmen Wasser zu stellen. Für eine lange Blütezeit sollten die verwelkten Blütenstängel regelmäßig entfernt werden.

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Topf-Azaleen

Ebenfalls kühl und hell mögen es die Topf-Azaleen (Rhododendron simsii), die überwiegend in den Farben Weiß, Rosa oder Rot erhältlich sind. Ideal sind Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Sie benötigen viel Wasser während der Blütezeit und gleichmäßig feuchte Erde. Am besten eignet sich dafür kalkfreies Gießwasser oder Regenwasser. Wirft die Azalee ihre Knospen ab, liegt die Ursache oft in einem ausgetrockneten Wurzelballen. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Azalee viele dicke Knospen hat und die Blätter nicht gekräuselt sind. Topf-Azaleen werden nicht nur als Busch sondern auch als Hochstämmchen angeboten. Frisch gekaufte Azaleen kann man langsam an das warme Klima im Haus gewöhnen und erst einmal zwei bis drei Tage kühler stellen. Vermeiden sollte man unbedingt einen Standort über der Heizung, da so die Blüten, Knospen und Blätter zu sehr austrocknen. Nach der Blütezeit können die Blütentriebe gekürzt werden, damit die Pflanze ihre buschige Form behält. Ab Ende Mai kann die Azalee nach draußen auf die Terrasse oder in den Garten. Gedüngt wird von April bis August mit einem Spezialdünger für Azaleen.

Usambaraveilchen

Sehr beliebt für die Fensterbank sind die reichblühenden Usambaraveilchen, die ganzjährig blühend angeboten werden. Ein Hauptmerkmal sind die samtigen, fleischigen Blätter, die möglichst nicht mit Wasser in Kontakt kommen sollten. Usambaraveilchen mögen Zimmertemperaturen zwischen 18 und 24 Grad, einen hellen Standort auf der Fensterbank ohne direkte Sonnenstrahlung und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Gegossen wird immer von unten, sobald die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist. Am besten stellt man die Pflanzen dazu in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer. Idealer Standort sind die Küche oder das Bad, da dort die Luftfeuchtigkeit höher ist. Die Dauerblüher benötigen ganzjährig ungefähr aller drei Wochen einen Flüssigdünger. Staub auf den Blättern entfernt man am besten mit einem Pinsel, da die Blätter kein Wasser vertragen.

Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette "Natur im Garten".

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