"Wir haben viele Familien erreichen können, es wurden Vorurteile abgebaut und Verständnis und Freundschaft aufgebaut." Die Initiative des Schulprojektes geht auf Edeltraud Koch zurück, die heute zwar im Ruhestand ist, aber nach wie vor der Lebenshilfe, speziell der Wohnstätte in Unterweißenbrunn eng verbunden ist. Nicht nur, dass sie für das Kennenlern-Frühstück die Brötchen sponsert, sie nimmt sich einmal die Woche Zeit, um sich den Bewohnern individuell zu widmen, sei es mit Bastel- oder Malarbeiten oder zum vorlesen.

Immer seien es die fünften beziehungsweise sechsten Klassen, die in dem Projekt engagiert sind. Durch viel verschiedene Aktionen im Laufe der Jahre konnte Berührungsängste reduziert beziehungsweise aufgelöst werden.
Annette Scheuring, die Bewohner und die Schüler erinnern sich an gemeinsame Kegelabende, Bastelaktionen, Wanderungen, gemeinsames malen und singen, Theaterbesuche und natürlich das alljährliche Kennenlern-Frühstück für die neuen Klassen. In diesem Jahr nun stand beim Kennenlern-Frühstück der Dank an Martin Schiermeyer im Vordergrund, der sich seit zwölf Jahren ebenfalls in dem Projekt zwischen Schule und Lebenshilfe engagiert.

Glückwünsche sprach Annette Scheuring zum 40. Dienstjubiläum aus, das er vor kurzem habe feiern dürfen. Und da die Lebenshilfe am 23. November anlässlich des 22-jährigen Bestehens der Wohnstätte in Unterweißenbrunn zu einem Tag der offenen Tür mit Engelmarkt einlädt, bekam Martin Schiermeyer den ersten selbstgebastelten Schutzengel überreicht. Um den Engelmarkt vorzubereiten wird es noch eine gemeinsame Bastelaktionen der Schüler und Bewohner geben. "Das Klima hier in der Wohnstätte ist so gut, es ist immer wieder schön mit Schülern hier zu seien und zu sehen, wie gut die Bewohner aufgehoben sind", dankt Schiermeyer für die Glückwünsche. Begleitet wurde er von den Lehrkräften Kerstin Hauck und Stefanie Mott, die das Projekt künftig fortführen möchten. Was sagen die Schüler zum Besuch bei der Lebenshilfe in Unterweißenbrunn?

Zunächst einmal waren sie sich einig, dass das Frühstück sehr lecker schmeckte. Von der Wohnstätte wurden die Getränke und das Obst zur Verfügung gestellt, die Schüler brachten all das mit, was aufs Brötchen gehörte, von der Wurst über Käse bis zu Gemüse. "Wenn jeder etwas mitbringt, sind wir alle Gebende und nicht nur Nehmende", erklärte Annette Scheuring. Schülerin Julia Göbel war von der Offenheit und Normalität überrascht, mit der die Bewohner auf die Schüler zugingen.