Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung baut die N-Ergie ein neues Südpumpwerk in Nürnberg.
Die N-Ergie erneuert in den kommenden rund zweieinhalb Jahren das Nürnberger Südpumpwerk in der Oelser Straße, wie sie in einer Pressemitteilung ankündigt. Da das Südpumpwerk von außerordentlicher Wichtigkeit für die Nürnberger Trinkwasserversorgung ist, erfolgt ein Ersatzneubau.
Pumpwerke haben die Funktion, Wasser von einer tieferen auf eine höhere Ebene zu transportieren. Das Südpumpwerk verbindet die Hochbehälter Schmausenbuck und Hoher Bühl. Die Pumpen drücken das Trinkwasser in den Hochbehälter Hoher Bühl, von dort werden die Nürnberger Stadtteile Langwasser mit dem Südklinikum, Altenfurt und Fischbach sowie der Gewerbepark Nürnberg-Feucht mit Trinkwasser versorgt.
Das Südpumpwerk besteht aus dem Maschinenhaus mit den Pumpen an sich und einem Ausgleichsturm. Im Ausgleichsturm wird zum einen Trinkwasser für den Start der Pumpen vorgehalten, zum anderen kann über ihn im Falle eines Rückstoßes der Druck gedämpft werden, um Schäden an Rohrleitungen und Armaturen zu vermeiden.
Da das Südpumpwerk elementar für die Versorgung dieser Stadtteile ist, kann es maximal 24 Stunden außer Betrieb genommen werden. Daher wird in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Anlagen ein neues Pumpwerk errichtet. Während der Bauarbeiten bleibt das bestehende Südpumpwerk in Betrieb. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro.
Das Südpumpwerk wurde in den 1930er-Jahren im Zuge der Entwicklung des Geländes für die Reichsparteitage erbaut. Sowohl der Ausgleichsturm als auch das Maschinenhaus stehen unter Denkmalschutz und bleiben nach der Anbindung des Ersatzneubaus ins Netz bestehen.
Die N-Ergie versorgt Nürnberg und Schwaig mit Trinkwasser aus fünf verschiedenen Gewinnungsgebieten. Die durchschnittliche Wasserabgabe liegt derzeit bei ca. 95.000 m³ pro Tag. An trockenen und heißen Tagen kann sie auf fast das Doppelte ansteigen. Rund 70 Prozent des jährlichen Trinkwasserbedarfs stellt die N-Ergie aus eigenen Wasserwerken bereit. Die restlichen 30 Prozent bezieht sie vom Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) über eine Fernleitung aus dem Wasserwerk Genderkingen. Als Einspeisepunkte für die Stadt Nürnberg führen mehrere Fallrohrleitungen von den Hochbehältern in das Stadtgebiet.