Die Straße "Sonnleite" hinter dem Friedhof kann verlängert werden. Die Mitglieder des Stadtrates stimmten am Montag in ihrer Sitzung für die Erweiterung des Baugebietes und den vom Stadtbauamt ausgearbeiteten Bebauungsplan. Es gab keine Gegenstimmen.

Nachdem die Häuser entlang der Wittelsbacherstraße inzwischen nahezu fertig sind, kann nun die Freifläche in der Verlängerung des Friedhofs bebaut werden. "Wir haben gemerkt, dass wir die Fläche nicht mehr komplett als Erweiterung für den Friedhof benötigen", sagte Bürgermeisterin Bianca Fischer (parteilos).

Für den Friedhof sind jetzt noch 3200 Quadratmeter als mögliche Erweiterung hinter den Parkflächen an der Rackensteiner Straße vorgesehen. Der Rest der Fläche kann bebaut werden. Die zehn Bauplätze haben alle zwischen 500 und 700 Quadratmeter und werden über eine Stichstraße mit Wendehammer erschlossen.
Die "Sonnleite" wird dafür verlängert.

Trend zu Urnengräbern

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, sagte Stadträtin Monika Faber (SPD), würde nicht einmal diese Erweiterung des Friedhofs je benötigt. Der Trend gehe zu kleinen Urnengräbern, die weniger Fläche bräuchten. "Wir haben jetzt schon viele Freiflächen auf dem Friedhof."

Daher schlug sie vor, als Abschluss des Friedhofs eine Reihe Buchen und Sträucher zu pflanzen. "Wenn junge Familien dort bauen, dann ist das auch eine schöne Abgrenzung", sagte Faber. Die Anregung wurde aufgenommen und an die Stadtverwaltung weitergereicht.

Der neue Bebauungsplan sieht eingeschossige Häuser vor, deren Dachgeschoss ausgebaut werden darf. Die Dachform wird nicht festgelegt, allerdings muss die Neigung zwischen 15 und 45 Grad betragen.