Die historische Mauer gegenüber des Marktzeulner Rathauses bleibt stehen. Das gab Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech bei der Gemeinderatssitzung bekannt. Erstmals legte das Staatliche Bauamt Bamberg detaillierte Sanierungspläne vor und erläuterte die Maßnahme.

"Wir wollen noch in diesem Jahr damit fertigwerden", sagte Uwe Zeuschel, Leiter der Abteilung Straßenbau. Erforderlich sei eine Vollsperrung der Durchgangsstraße Am Flecken, die acht bis zehn Wochen dauere. "Zusätzlich verbreitern wir den Gehweg am Rathaus", fügte der Bürgermeister hinzu. Die Sanierung der Mauer wurde auf 450 000 Euro, der Eigenanteil des Markts ohne Fördermittel auf 200 000 Euro geschätzt.
Projektleiter Steffen Merkel und Ute Becker machten deutlich, dass die Mauer statisch nicht mehr tragfähig sei. Sie sicherten zu, dass die historischen Sandsteinfiguren restauriert und wieder aufgesetzt werden.
Diese werden zunächst abgenommen und das Geländer entfernt.

Anschließend werden hinter der Mauer eine Baugrube ausgehoben und eine Betonstützmauer errichtet, die durch Rigolen mit dem Hang verbunden werden. Im Bereich des Portals zum historischen Keller wird die Mauer abgetragen und das Gewölbe mit einer Lastplatte und Verspannungen versehen.


Fundamente für Figuren

Die vordere Front samt Mauerschwachstellen wird gesichert und die Treppe samt Einfassung erneuert. Auf die Betonstützmauer werden Fundamente für die sieben Sandsteinfiguren aufgesetzt. Der Mauerfuß wird stabilisiert, die Pflasterrinne entfernt und durch eine Ablaufrinne aus Asphalt ersetzt. Der gesamte Bereich oben wird eingegrünt und zum Teil mit einer Hainbuchenhecke bepflanzt. Dafür wird der Rat von Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, Michael Stromer, eingeholt.

Der Parkraum "Oberm Rathaus" erhält nur eine Stellfläche weniger, sicherte Bürgermeister Friedlein-Zech auf Anfrage zu. Als nächstes müsse jetzt eine Vereinbarung der Marktgemeinde mit dem Staatlichen Bauamt getroffen werden, sagte der Bauamtsleiter. Erst dann könnten Fördergelder beantragt werden. Ehe die Ausschreibung beginne, muss alles unter Dach und Fach sein.

Man habe sich für eine kostengünstige Variante entschieden, die beiden Seiten gerecht werde. Ein komplette Mauerabtragung und ihr Wiederaufbau würden bedeutend teurer werden.

Der Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen werde großräumig über die Bundesstraße 303 bei Weidhausen oder über die Bundesstraße 173 bei Redwitz umgeleitet, betonte Steffen Merkel. Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen umfahren den Baustellenbereich über Lettenreuth, Michelau, Trieb und Hochstadt.