Die Generalsanierung der Altenkunstadter Grundschule biegt nach einigen zeitlichen Verzögerungen in die erste Zielgerade ein. "Wenn alles glatt läuft, kann der Umzug in den Altbau in fünf Monaten erfolgen", informierte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) am Dienstagabend im Bauausschuss die Öffentlichkeit.

In einem zweiten Bauabschnitt wird dann der Neubau der Grundschule saniert. Nach Auskunft des Bürgermeisters wurden die Firmen, die den zweiten Teil der Baumaßnahme durchführen werden, durch das zuständige Ingenieurbüro über die Bauzeitenverzögerung informiert.

Welche Maßnahmen stehen in den nächsten fünf Monaten konkret an? Hümmer plauderte aus dem Nähkästchen einer Videokonferenz, die am Tag zuvor mit den für die Generalsanierung der Grundschule zuständigen Planern und Ingenieuren im Rathaus abgehalten worden war. Als Erstes werde das Gerüst abgebaut. Der Boden vor der Tür im Untergeschoss wurde laut Hümmer abgesenkt. Im Dach werde die Dampfsperre aufgebracht. Anschließend soll der Trockenbau erfolgen. Den Ausführungen Hümmers zufolge wurden die inneren Rauchschutztüren bereits eingebaut. Heizkörper wurden provisorisch angebracht. Die Sanitärinstallation soll ab dem 11. Januar stattfinden. Die elektrotechnischen Arbeiten im Dachgeschoss sind bereits abgeschlossen, in den anderen Geschossen stehen sie noch an. Für die Installation der Leuchten, Deckenleuchten und Rauchmelder sind sechs bis acht Wochen eingeplant. Auch die Böden sollen in den kommenden Monaten verlegt werden.

Georg Deuerling (FBO) regte an, den Bauherrenausschuss einzuberufen, damit sich die Mitglieder vor Ort ein Bild machen können. Dem Gemeinderat aus dem Ortsteil Zeublitz war ein Gerücht zu Ohren gekommen. Angeblich soll unter dem Külmitz, dem Hausberg Altenkunstadts, eine Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen. "Uns ist nichts bekannt", erwiderte der Bürgermeister. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde seien keine Flächen für ein solches Vorhaben ausgewiesen, ergänzte Redinger aus fachlicher Sicht. Zudem teilte Hümmer auf Anfrage Deuerlings mit, dass man alle Fördermöglichkeiten zur Anschaffung von Tablets und Lüftungsanlagen für Grund- und Mittelschule ausgeschöpft habe. Bauamtsleiterin Astrid Redinger fügte hinzu, dass die kleinen Rechner vor allem für jene Schüler gedacht seien, die zu Hause computertechnisch unterversorgt seien.

Hümmer verlas ein ganzes Bündel an Maßnahmen, das der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen hatte. Die Altenkunstadter Firma SEL Erd- und Leitungsbau asphaltiert den Außenbereich des neuen Bauhofgebäudes. Kostenpunkt: 20 764 Euro. Die Woffendorfer Floriansjünger bauen ihr Feuerwehrgerätehaus weitgehend in Eigenleistung. Das Material für die Sanitärarbeiten liefert die Schiffauer GmbH & Co. KG aus Kronach zum Preis von 8621 Euro. 6009 Euro kostet das Gerüst für Dachdeckerarbeiten, das die Firma Gepa Putz Partheymüller aus Marktgraitz liefert. Das 2085 Euro teure Material für den Trockenbau stammt von der BHG AG aus Kulmbach. 5731 Euro teurer kommen die Dachstuhlarbeiten, die von der Firma Manzer aus Woffendorf ausgeführt wurden. Der Stromanschluss für die Unterkunft der Woffendorfer Wehr wurde an die Bayernwerk Netz GmbH mit Sitz in Kulmbach zum Preis von 4241 Euro vergeben. Der Netzbetreiber kommt auch bei zwei anderen Bauvorhaben zum Zuge. Bei der Gestaltung von Altenkunstadts neuer Mitte errichtet das Unternehmen für 2920 Euro eine Stromübergabestelle. Die Straßenbeleuchtung im Baugebiet Baiersdorf kostet die Gemeinde 16 467 Euro.