Mit dem Staffelsteiner Kapitän Matthias Dirnberger sprachen wir darüber, was von der neuen Kegel-Bundesligasaison zu erwarten ist.

Wie die genauen Vorgaben des Deutschen Keglerbundes Classic (DKBC) für die neue Runde in Corona-Zeiten sind lesen Sie hier.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie am Samstag um 13.30 Uhr im ersten Saisonheimspiel gegen Berlin auf die Bahn?

Mathias Dirnberger: Hauptsächlich mit Vorfreude. Nach einem halben Jahr ohne Wettkampf bin ich froh, dass es wieder losgeht und Normalität einkehrt.

Was dürfen die Zuschauer vom SKC Staffelstein in dieser Saison erwarten?

Wir haben einen starken Kader zusammen, mit dem wir wieder vorne mitspielen können und eine Medaille erreichen können.

Plant der SKC oder die Liga aufgrund der Zuschauerbeschränkung auf den TSG-Bahnen eine Live-Stream-Übertragung der Spiele - zumindest der Derbys, bei denen ein erhöhter Besuch zu erwarten sind?

Momentan ist noch nichts geplant, da wir ja bei der TSG nur Mieter sind, müssten wir das abklären. Über den Rechteinhaber Sportdeutschland ist das ja möglich, müssen aber schauen, ob das umsetzbar ist.

Die Mannschaft hat die beiden Abgänge, Kapitän Torsten Reiser und Julian Hess, gut kompensiert. Welchen Eindruck haben Sie von den Neuzugängen Fabian Seitz und Christopher Wittke nach dem gemeinsamen Trainingswochenende vor Kurzem?

Mit Fabian trainiere ich ja regelmäßig in Lonsee bei Ulm, wo wir beide wohnen. Man merkt, dass er nach einem Jahr Pause noch nicht auf Topniveau ist, zeigt im Training aber ansteigende Form. Christopher bestätigt seine guten Eindrücke, die er in der der Vorsaison gezeigt hat, und wird uns von Beginn an deutlich verstärken. Christopher Wittke kommt ja aus der Nähe von Bamberg und trainiert regelmäßig auf der TSG-Bahn.

Staffelstein hätte Anfang Oktober in Bozen um den Europapokal gespielt. Die internationalen Klubwettbewerbe sind aber abgesagt - zu recht Ihrer Meinung nach?

Das ist sehr schade. Wir haben uns darauf gefreut und hätten gute Chancen gehabt, was zu gewinnen. Aber bei Teams aus 16 Nationen und unterschiedlichen Risikogebieten wäre es unverantwortlich, diese auf einer Bahn zu versammeln. Deshalb war die Absage sinnvoll.

Wer sind die Hauptkonkurrenten des SKC Staffelstein im Kampf um einen Podiumsplatz in der Bundesliga?

Vorneweg wird wieder Zerbst marschieren. Der Meister wird extrem schwer zu schlagen sein. Raindorf ist mit Matthias Weber aus Zerbst stärker einzuschätzen. Die heimstarken Breitengüßbacher werden ganz harte Konkurrenten. Mit den verjüngten Bambergern, auch wenn sie drei ihrer Besten verloren haben, ist immer zu rechnen. Aufsteiger Hallbergmoos hat mit den starken Zugängen Thomas Schneider aus Zerbst und dem serbischen Mannschaftsweltmeister Radovan Vlajkov Ambitionen und könnte zum Favoritenschreck avancieren.

Haben Sie persönlich Bedenken, sich bei einem Spiel mit dem Coronavirus zu infizieren?

Ich habe persönlich keine Befürchtungen. Beim Kegeln habe ich so wenig Kontakt zu anderen. Wenn ich Angst hätte, mich beim Kegeln zu infizieren, dann dürfte ich auch nicht mehr zur Arbeit oder zum Einkaufen gehen, sondern müsste mich zu Hause einsperren.

Am Samstag geht es gegen Berlin.

Der Aufsteiger hat mit dem Ex-Zerbster Sven Zenkler und dem polnischen Nationalspieler Barosz Krug zwei Topspieler. Für uns sollte dennoch ein deutlicher Sieg herausspringen. Die Fragen stellte unser

Redaktionsmitglied Udo Schilling