Zu wenig bekannt ist nach Ansicht von Wilhelm Köhler die Demenz-Wohngemeinschaft am Kreuzberg. Der jetzt 79-Jährige brachte seine Frau vor zwei Jahren in dieser privat organisierten Wohngemeinschaft unter, als er zu dem Schluss gekommen war, dass er die Demenzkranke zu Hause nicht mehr pflegen kann.

Die WG existiert seit 2016. Sie wurde gegründet, um für die Erkrankten Lebensqualität zu schaffen. "Ich bin mit der Demenzkrankheit vertraut", sagt Wilhelm Köhler. "Als es bei meiner Frau so weit war, dass ich alleine nicht mehr zurecht kam, entschieden meine beiden Töchter und ich, dass etwas geschehen sollte." Was folgte sei ein längerer Prozess gewesen.

"Unsere Wohngruppe ist so gut wie die Angehörigen sich einbringen", fasst Wilhelm Köhler zusammen. Er freut sich schon auf normale Zeiten nach der Pandemie. Dann werde er wieder mit seiner Frau spazierengehen oder ein Café besuchen.

Wer sich für die Demenz-WG interessiert, kann Auskünfte bekommen bei Wilhelm Köhler (09571/4516) oder Regina Kasper (0151/57 39 39 12).

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