Frohe Kunde für die Feuerwehr Redwitz zum Jahresende. Der Gemeinderat beschloss die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges TSF-W. Für die Keller und die Stützmauer am Mühlberg wurden Ergebnisse der Baugrunduntersuchung und der geotechnischen Beratung vorgelegt. "Das Backhäusla soll erhalten bleiben", war sich der Gemeinderat einig.
Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) informierte den Gemeinderat, dass Kreisbrandrat Timm Vogler die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges vom Typ TSF-W befürwortet. Die Anschaffung eines Fahrzeuges in einer Allradausführung halte er für nicht erforderlich. Angesichts der Mehrkosten in Höhe von bis zu 18 000 Euro besteht auch die Redwitzer Wehr nicht mehr auf ein Allradfahrgestell. Nach Abzug der Zuschüsse ergibt sich für die Gemeinde Redwitz für das Fahrzeug TSF-W und die Pumpe ein Eigenanteil von rund 70 000 Euro. Die Lieferung ist gegen Ende des Jahres 2015 zu erwarten.


Stützmauer verschiebt sich

Bau-Ingenieur Joachim Stefan stellte die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung und der geotechnischen Beratung der Keller und Stützmauer am Mühlberg vor. Das Schadensbild machte deutlich, dass sich die Naturstein-Stützmauer nach vorne zur Luftseite verschiebt und sich um ihren Fußpunkt verdreht. Dies habe dazu geführt, dass im Portalbereich einzelner Keller die Firste geschwächt werden und es im Innern einzelner Keller Deckennachbrüche gab. Als wichtige Erkenntnis wertete Stefan, dass eine Gefährdung der Kirche derzeit nicht zu erkennen sei. Die erforderlichen Sanierungsmaßnahme für das Kellerinnere sahen vor, die Deckennachbrüche mit Natursteinen auszumauern. Am Fuße der Ausmauerung sei das anfallende Wasser rückstaufrei abzuleiten. Die Luftzufuhr in die Keller dürfe nicht unterbrochen werden. Für die Sanierung des Portalbereichs sind zwei alternative Stützmaßnahmen möglich: Eine neue Mauer vor der alten zu errichten oder ein abschnittsweiser Abtrag der vorhandenen Mauer und abschnittsweiser Neuaufbau einer Natursteinmauer. Eine Kostenschätzung für die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen liege noch nicht vor. Das knapp 2600 Euro teure Gutachten teilen sich Kirche und Gemeinde.
Die Freien Wähler teilten zur Neugestaltung der Fläche "Schützengarten" mit, dass das "Backhäusla", auch wenn es seit vielen Jahren eher ein Schattendasein fristet, doch ein Teil der Redwitzer Ortsgeschichte sei. Daher sollte mit allen Anstrengungen versucht werden, dieses Gebäude zu erhalten und wie ursprünglich geplant in die Gestaltung des Schützenwirt-Areals einzubinden. Als Möglichkeit sahen sie die Sanierung in Form eines Gemeinschaftsprojektes. Damit könnte ein bemerkenswertes Signal an Regierung und Bevölkerung gesendet werden.
Architekt Böhmer teilte mit, dass nach der Begutachtung durch einen Statiker der Erhalt dieses historischen Gebäudes nicht vernünftig sei. Vorgeschlagen wurden als Alternativen der Abriss sowie eine Rekonstruktion, als auch eine Pergola als Stahlkonstruktion oder nur ein Portal, das an den Standort des "Backhäusla"erinnern soll. Insgesamt signalisierten die Mitglieder des Gemeinderates, dieses alte Bauwerk neu zu gestalten in eventueller Zusammenarbeit mit den Bürgern und einheimischen Betrieben.
Geklärt werden müsse, so der Bürgermeister, inwieweit Eigenleistungen oder zumindest das Material von der Regierung mit Zuschüssen gefördert werden. Dann könne man über die weitere Vorgehensweise beschließen.