Sie musste sich durchbeißen, hocharbeiten. Dafür hat sie vielen Parteifreunden in den Ortsverbänden vorher zugehört, daraus gelernt - und das Gelernte umgesetzt. Dabei ist sie "die Emmi" geblieben, furchtlos vor der Menge, furchtlos vor großen Namen. Das hat sie schon als Korbstadtkönigin neben dem damaligen Wirtschaftsminister Michael Glos gezeigt, das hat sie jetzt vor 160 sehr kritischen Delegierten gezeigt.

Sie hat ihre Eltern verloren - und namentlich in ihrer Rede einzig ihren Bruder erwähnt. Sie hat erzählt, wie sie gestritten, nach Kompromissen gesucht und Frieden geschlossen hat. Und auch da gezeigt, wie sie ist. Sie stellt sich den Herausforderungen, sie lernt daraus. Vielleicht ist das ihr Rezept: Sie geht offen auf die Menschen zu, spricht mit ihnen, respektiert sie, hilft ihnen. Die Menschen mögen sie, ohne dass sie sich verbiegt, damit sie gemocht wird. Sie lernt schnell und bleibt echt. Das hat sie im Stadtschloss gezeigt - und das sind gute Voraussetzungen für Berlin.