Die Stadträte erörterten in der Sitzung am Dienstagabend, wie ein Hotel aussehen sollte, das irgendwann einmal auf dem Grundstück des jetzt noch stehenden ehemaligen Hallenbades gebaut werden könnte. Rudolf Weyrauther stellte die Rahmenplanung vor, die sein Ingenieurbüro erarbeitet hatte.

Der im Bebauungsplan "Kurbereich" enthaltene Rahmen ist durchaus eine Gratwanderung. Zum einen möchte sich die Stadt absichern, dass dort kein riesiger Betonklotz errichtet wird, der das Ensemble am Eingang des Thermalbades stört. Andererseits sollte eine sensible Leitplanung geschaffen werden, um einen möglichen Investor nicht von vornherein abzuschrecken.

Rudolf Weyrauther zeigte auf, welche Grenzen einzuhalten sind. Das Hotel dürfe maximal vier Vollgeschosse haben, sein höchster Punkt das höchste Gebäude der Therme nicht überragen. Ein Bademantelgang vom Hotel zum Thermalbad sei einbezogen.
Es komme darauf an, einen künftigen Investor nicht zu sehr einzuschränken, die Gestaltung des Baukörpers aber doch so zu lenken, dass das Unerwünschte ausgeschlossen ist, sagte Weyrauther.

Außerdem sei beabsichtigt, an den bestehenden Parkplatz vor dem Eingang zum Kurpark westlich einen Wohnmobilstellplatz anzugliedern. Das Areal soll 25 Fahrzeugen Platz bieten. Ein kleiner, begrünter Lärmschutzwall zwischen dem Pkw-Parkplatz und der bestehenden Wohnbebauung der Oberauer Straße ist ebenfalls im Bebauungsplan vorgesehen.

Skeptisch zeigte sich Winfried Ernst (FW). Er fürchtet, dass sich ein möglicher Investor nicht an die Vorgaben der Stadt hält. Auch den Wohnmobilstellplatz vor dem Eingang zum Kurpark lehne seine Fraktion ab, sagte Ernst. Dieser Platz werde aus Sicht der Freien Wähler vielleicht gebraucht, wenn durch die Saunaland-Erweiterung mehr Gäste zur Therme kämen und Parkplätze benötigten. Gegen die Stimmen der FW-Fraktion billigte der Stadtrat die Änderung zur Erweiterung des Bebauungsplanes "Kurbereich".