Schützenfest im Juli: Auch wenn die Situation noch ungewiss ist, soll in diesem Jahr das Schützenfest im oberfränkischen Lichtenfels wieder stattfinden. Vom 9. bis zum 18. Juli hofft Erwin Kalb, der 1. Schützenmeister der Königlich privilegierten Scharfschützengesellschaft Lichtenfels, das älteste Fest der Stadt wie gewohnt veranstalten zu können.

"Wir haben eine vertragliche Verpflichtung gegenüber unseren Partnern, die das Fest mitgestalten. Dazu gehört zum Beispiel der Festwirt und die Brauerei. Die Musikkapellen muss man auch frühzeitig buchen, sonst hat man keine große Auswahl mehr. Deswegen müssen wir mit langfristigen Konzepten arbeiten", erklärt Kalb inFranken.de. Auch Schausteller planen lange im Voraus ihre Route. Sie besuchen meist mehrere Feste einer Region, da es ansonsten wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, weit zu reisen. Normalerweise schließt Kalb die Verträge mit ihnen bereits im September des Vorjahres.

Impfstoffe und sinkende Fallzahlen: Hoffnung auf Lichtenfelser Schützenfest

"Uns allen ist klar, dass wir nicht wissen, wo sich das mit Corona hinbewegt. Aber ich kann nicht in der letzten Minute irgendein Programm zusammenstellen. Die Gäste erwarten schließlich, dass wir erstklassige Ware anbieten", sagt Kalb. Oft schließt er Verträge mit denselben Schaustellern und Imbissbudenbesitzern. Die haben sich bewährt und kommen gut an. "Das oberste Ziel ist ein Miteinander mit der Bevölkerung in und um Lichtenfels."

"Wir wissen nicht, wie es mit Corona weitergeht. Aber wir wissen, dass es Impfstoffe gibt und die Zahl der Infizierten rückläufig ist", zeigt Kalb sich hoffnungsvoll. Sollten Einlass- oder Impfpasskontrollen nötig sein, wäre das Schützenfest aber nicht umsetzbar. "Wir bräuchten dann viel mehr Sicherheitspersonal an den Einlässen, das rechnet sich nicht", erklärt er. Deshalb gibt es Verträge mit einer Rücktrittsklausel, die es ermöglicht, das Fest abzusagen, falls die Behörden ihr Okay nicht geben oder es unsinnig wäre, es zu veranstalten. "Wir stehen nicht über dem Gesetz, um das mal ganz klar zu sagen. Ich bin eher ein Befürworter von straffen Maßnahmen. Wir tun alles, was rechtlich und technisch möglich ist und wir wollen unseren Gästen und allen Beteiligten unsere Verbundenheit zeigen", sagt Kalb.

Das Konzept des Lichtenfelser Schützenfests ist insgesamt klassisch. Auf dem Schützenplatz unter den Bäumen wird eine Bühne stehen, auf der viele verschiedene Musikkapellen im Laufe der zwei Wochen spielen. Dazu gibt es zwei weitere Biergärten. Aus gastronomischer Sicht wird das angeboten, was von Volksfesten allgemein bekannt ist. Auf dem Festplatz werden 45 Schausteller ihre Fahrgeschäfte zur Verfügung stellen. In der Stadthalle wir es auch Veranstaltungen geben. Das Ganze wird abgerundet durch ein Feuerwerk. Natürlich dürfen auch der Festumzug mit etwa 1000 Personen und das Hauptschießen nicht fehlen. Dabei wird dann der neue Schützenkönig ermittelt.

"Wir wollen den Menschen Freude geben"

"Wir wären sehr glücklich, wenn wir die Anzahl der Besucher halten könnten. Die Fixkosten bleiben schließlich gleich, egal ob weniger oder mehr Besucher da sind", sagt Kalb. Zusammengefasst ist der Zweck des Schützenfests ein ganz einfacher: "Wir wollen den Menschen Freude geben."

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