Diese Frage leuchtet jedem ein: Warum wird erst jetzt mit der Anbindung des Fachmarktzentrums begonnen? Längst sind die Läden eröffnet, längst ist der Parkplatz dort voll - jeden Tag. Der Takt der Geschäftsleute und der Kunden ist schneller als der der Stadt.
Es läuft, wie es eben läuft. Abgehakt, nicht mehr zu ändern.
Die Bürgerversammlung im Stadtschloss zeigt allerdings, dass mit dem selben Schema ein ganzes Bündel an Themen verschlafen wird. Und in ein paar Jahren sagen wir: abgehakt, ging halt nicht anders.
Da möchte die Stadt attraktiv als Wohnort sein, da möchte sie Familien hier behalten, vielleicht sogar zusätzliche anlocken. Und in den Ortsteilen mit attraktiven Bauplätzen gibt es Internet mit unter 1 Mbit. Das ist wie mit der Pferdekutsche nach Italien.
Schön, aber langsam - und schon gar nicht zeitgemäß.
Da rühmt sich die Stadt mit Stadtführungen, so viele wie noch nie. Und die Gäste finden am Bahnhof nicht einmal ein Klo. Und Mütter mit ihren Kindern, die vielleicht den so oft beschrieenen Fußweg in die Innenstadt gelaufen sind, müssen sich mit den Kindern in die Büsche schlagen. Wie lange wird da schon geredet?
Und dann ist da noch eine junge Frau, völlig unverdächtig, der Stadt etwas Böses zu wollen. Zwei Jahre lang hat Christina Seelmann als Korbstadtkönigin Werbung für die Stadt Lichtenfels gemacht - und hat gesehen, wie Dinge anderswo angepackt werden. Sie möchte auf den Weihnachtsmarkt und steht vor verschlossenen Buden, die zwischen leeren Läden auf die letzten beiden Wochen vor Weihnachten warten. Verschlafen oder schon eingeschlafen?
Lichtenfels, bitte aufwachen, das kann nicht alles ein einzelner Citymanager allein an einem Tag in der Woche schaffen. Da müssen mehr wach sein.