Für die Bezirksklinik Hochstadt wurde ein Antrag auf denkmalpflegerische Erlaubnis für die Dachstuhlsanierung gestellt. Das Gebälk des Daches vom sogenannten Haus 1, auf dem sich auch das Storchennest befindet, sei baufällig, so Bürgermeister Max Zeulner (CSU).

Zum Antrag wurde auf dem Verwaltungsweg eine positive Stellungnahme abgegeben und der Antrag zur Entscheidung an das Landratsamt Lichtenfels als zuständige untere Denkmalschutzbehörde weitergeleitet. Im Antrag wurde explizit darauf hingewiesen, dass das vorhandene Storchennest und vorhandene Fledermaushabitate am Gebäude im Zuge der Maßnahme weggenommen und nach den Maßnahmen wieder zurückgesetzt werden müssen. Dies hat in enger Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbund für Vogelschutz zu erfolgen.

Neue EDV für die Verwaltung

Zeulner informierte den Gemeinderat über den Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Hochstadt-Marktzeuln. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 779 800 Euro und der Vermögenshaushalt mit 102 300 Euro (Gesamthaushalt 882 100 Euro) ab. Die Hauptausgaben des Verwaltungshaushaltes sind Personalkosten. Im Vermögenshaushalt ist die Anschaffung einer neuen EDV-Landschaft für die Verwaltung vorgesehen. Schulden sind nicht vorhanden, Kredite werden nicht aufgenommen. Die Verwaltungskostenumlage beträgt 209,44 Euro je Einwohner, und bedeutet für die Gemeinde Hochstadt bei 1621 Einwohnern eine Gesamtumlage von 339 497 Euro. Der Gemeinderat nahm die Haushaltsplanungen der VG zur Kenntnis und erhob keine Einwendungen.

Haushalt wurde genehmigt

Weiter setzte der Bürgermeister das Gremium davon in Kenntnis, dass die Haushaltssatzung mit -plan für das laufende Haushaltsjahr 2020 inklusive der Kreditaufnahmen in Höhe von 180 600 Euro für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen vom Landratsamt Lichtenfels rechtsaufsichtlich genehmigt wurde. Als Nebenbestimmungen wurde zum wiederholten Male darauf hingewiesen, dass die kostenrechnenden Einrichtungen Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung eine erhebliche Unterdeckung aufweisen. "Wir werden daher im kommenden Jahr wohl über eine Anpassung der Beitrags- und Gebührensätze reden müssen", so das Gemeindeoberhaupt.

Des Weiteren wurde aufgrund verschiedener Anfragen seitens der Bevölkerung beschlossen, den Standort der Altglas-Container in Wolfsloch aus der Dorfmitte in den Randbereich zu verlegen. Nach reiflichen Überlegungen wurde als neuer Standort der Wendehammer hinter der Firma Gutmann favorisiert. Sobald die laufende Baustelle, die Kabelverlegung für die Photovoltaikanlage, abgeschlossen ist, werden die Container versetzt.

Folgenden Bauvoranfragen beziehungsweise Bauanträgen erteilte das Gremium das gemeindlichen Einvernehmen: Bauvoranfrage auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses in Hochstadt, Krassen 12, Bauvoranfrage auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses in Obersdorf Nummer 51, Bauvoranfrage auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses Obersdorf/Anger, Königsgasse, Bauantrag auf Anbringung eines Werbebanners, Hochstadt, Schlesierstraße 23 sowie ein Antrag auf isolierte Befreiung auf Errichtung eines Carports, Hochstadt, St.-Josef-Siedlung 3.

Unter Bekanntgaben sagte Zeulner, dass die Gemeinde Brennholz zu verkaufen hat. Beim Waldgebiet "Kreibitzn" liegen sechs verschiedene Posten in der Größenordnung zwischen 13 und 22 Raummeter. Der Preis pro Raummeter wurde auf 20 Euro festgesetzt. Interessenten können sich bis 30. September im Rathaus bewerben.

Auf eine Anfrage, ob Obst von auf Gemeindegrund stehenden Bäumen gepflückt werden dürfe, antwortete Bürgermeister Zeulner: "Grundsätzlich ja. Es ist ja auch was Gutes, wenn das Obst Verwendung findet und nicht sinnlos vergammelt. Eine vorherige Anfrage im Rathaus sollte aber dennoch stattfinden, um vorab zu klären, ob es sich tatsächlich um gemeindeeigene Bäume handelt."