Beim Kreisjugendfest am gestrigen Sonntag gab es vieles zu sehen und auszuprobieren. Die Besucher erlebten ein Fest, das einen Einblick in die Angebotsvielfalt der Jugendarbeit heimischer Vereine und Verbände gab. Nur das Wetter hätte besser mitspielen können.

Das Kreisjugendfest findet alle zwei Jahre statt. Nach Lichtenfels 2013 war diesmal Marktzeuln als Austragungsort an der Reihe. Insgesamt 27 Vereine und Verbände stellten ein breitgefächertes Angebot vor, welches von Tanzvorführungen über die Rettungsorganisationen, die Sportvereine bis hin zu den Tierzüchtern und kirchlichen Angeboten reichte. Der vielbeachtete Star der Veranstaltung dürfte ein Polizei-Hubschrauber gewesen sein, der heute als Flugsimulator dient und entsprechend viel beachtet wurde. So wie Ronja wollten viele Kinder und Jugendliche bei einem Simulationsflug sowohl fliegen wie auch landen üben.
"Eine tolle Landung, eine der besten Landungen des Nachmittags", lobte der Jugendkontaktbeamte der Polizei, Thorsten Neubauer. Und die Erfahrung seines Kollegen Oberkommissar Thomas Heublein lautete: "Die Mädels sind ohnehin besser."

Pfadfinder-Camp aufgebaut

Ein kleines Camp hatten die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aufgebaut. Ein Feuer wärmte nicht nur, sondern diente auch zum Stockbrotbacken. "Wenn es regnet, dann gehen wir in unsere Jurte und nehmen unser Feuer mit", erklärte Georg Krauß mit Blick zum Himmel. Zum Glück regnete es den ganzen Nachmittag nicht. Deshalb konnte auch das Menschenkicker des Kreisjugendrings stattfinden. Eine "Promi-Mannschaft", bestehend aus Jugendbeauftragten, Landrat Christian Meißner (CSU) und Marktzeulns Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (Freie Wähler) kämpfte gegen den Vorstand des Kreisjugendrings. Eine Partie, die die Promi-Mannschaft eindeutig mit 5:2 für sich entscheiden konnte. "Ich hatte mit meinen Söhnen Benedikt und Sebastian meine Fans dabei, die uns angefeuert haben", schmunzelte Meißner.

"Alles, was weich und kuschelig ist und sich bewegt, ist interessant", erklärte Anne Fischer. Für Eva, Amelie und Pia holte die Jugendleiterin des Kleintierzuchtvereins Hochstadt schon Mal ein Kaninchen aus einem der transportablen Kaninchenställe. Das Kaninchen durfte sich über einige Streicheleinheiten freuen. Neben Kindern interessierten sich auch viele Erwachsene für die Tiere, dabei kam manch ein Gespräch mit den Vereinsmitgliedern zustande. Nebenan machte ein stolzer Hahn mit lautem Krähen auf sich aufmerksam. Der ortsansässige Geflügelzuchtverein hatte eine Auswahl von zwölf verschiedenen Rassegeflügelarten dabei, darunter auch Araucana, deren Eier eine türkise Färbung besitzen. Neben einer Eier-Schau hatte der Verein auch Küken mitgebracht, die besonders bei kleinen Kindern viel Freude auslösten.

Einige Meter weiter hatte der "Treffpunkt Hund" Michelau seinen Parcours aufgebaut. Die Hundefreunde zeigten einen Ausschnitt aus ihrer Vereinsarbeit. Auch die Feuerwehr und die Wasserwacht waren mit verschiedenen Einsatzfahrzeugen, Gerätschaften und Aktionen vertreten.

Erste Kontakte mit dem Schießsport war am Stand der Marktzeulner Schützen möglich. "Für viele Kinder ist das Schießen mit dem Lichtpunktgewehr etwas Neues", erklärte Schützenmeister Ulrich Haderlein.

Mit dem Verlauf des Kreisjugendfestes zeigte sich der Vorsitzende des Kreisjugendrings (KJR), Reiner Babucke, sehr zufrieden. "Das Fest ist ein großer Höhepunkt im Jahresprogramm des KJR". Es zeige die vielen Vereine und Verbände, die sich in der Jugendarbeit engagieren. Jugendliche und Familien hätten beim Kreisjugendfest die Möglichkeit, sich über die Vielfalt der Freizeitangebote zu informieren, erläuterte Babucke.