Die Weihe des Tanklöschfahrzeugs TLF 4000 und des Gerätekraftwagens 1 des THW führten Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und ihr katholischer Amtsbruder, Stadtpfarrer Georg Birkel, durch. Die ökumenische Feier sollte unterstreichen, dass die beiden Hilfsorganisationen dieselben Ziele haben und zusammenwirken.
Kreisbrandrat Timm Vogler machte deutlich, dass die politisch Verantwortlichen und die Verantwortlichen der Feuerwehr die Notwendigkeit erkannt hätten, die Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Dienst am Nächsten leisten, mit modernen Rettungsgeräten auszustatten. In den vergangenen Monaten sei man von größeren Einsätzen verschont geblieben, dennoch nehme das Einsatzgeschehen weiterhin zu. 1155 Mal seien die 121 Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels im vergangenen Jahr zum Einsatz gerufen worden. Um ihre Aufgaben fachgerecht zu erfüllen, wurden notwendige Beschaffungsmaßnahmen in Höhe von mehr als drei Millionen Euro in Angriff genommen.
Auch die interkommunale Zusammenarbeit solle intensiviert werden, machte der Kreisbrandrat deutlich. Nach dem Kauf von fünf Großtanklöschfahrzeugen für Michelau, Lichtenfels, Burgkunstadt, Bad Staffelstein und Küps soll eine dritte landkreiseigene Drehleiter gemeinsam mit Bamberg und Hallstadt angeschafft werden. Auch die 68 kleineren Wehren im Landkreis sollen aufgerüstet werden. Geplant sei, die dortigen Tragkraftspritzenanhänger nach und nach auszumustern und die Wehren mit Fahrzeugen auszustatten.
Mit Sorge beobachte er den demographischen Wandel und die Landflucht junger Leute. Es müsse überlegt werden, wie der Brandschutz und die technische Hilfeleistung, einschließlich Wasser- und Bergrettung, in jedem Ort künftig sichergestellt wird. Die Zahl der Menschen, die sich ehrenamtlich im Rettungswesen zur Verfügung stellen, werde deutlich schrumpfen, war Timm Vogler überzeugt.
Kommandant Michael Ludwig erläuterte die wichtigsten Eigenschaften des neuen TLF 4000. Glückwünsche übermittelte Manfred Pelkner, Ortsbeauftragter des THW. Mit Anerkennung nahm er den umfangreichen Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Bad Staffelstein zur Kenntnis. "Man erkennt, dass die Stadt etwas für den Schutz der Bevölkerung übrig hat", sagte er.