Vier neue Gemeinderatsmitglieder stellen sich und ihre Ideen vor. Jeder erhielt dazu die gleichen Fragen, die er oder sie per Mail beantworten konnte. Wegen Corona gab es kein persönliches Treffen vor Ort, vielmehr wurden die neuen Gemeinderäte gebeten, ein Foto von sich zur Verfügung zu stellen. Heute ist Bernhard Ultsch (CSU/JB) an der Reihe. Warum engagieren Sie sich in der Politik? Bernhard Ultsch: Mein Vater war in der Kommunalpolitik tätig. Eigentlich war mein Interesse daran nicht so groß. Als ich mich jedoch in einer persönlichen Sache engagieren musste, habe ich meine Einstellung dazu geändert. Wer war der Ideengeber, wann kam der Entschluss "Ja, jetzt mach' ich mit"? Bei der Gründung des Ortsverbandes "CSU westlich des Mains" bin ich in die Vorstandschaft gewählt worden. Durch die motivierende Arbeit dort wuchs mein Interesse, mich über die Verbandstätigkeiten hinaus mehr zu engagieren. Die Impulsgeber für mich sind im Wesentlichen Hauke Petersen und Bernhardt Gehringer gewesen. Die Aufstellung und Wahlvorbereitung ist das eine, wie war Ihr Gefühl nach der Stimmenauszählung? Zuerst war ich als Wahlhelfer im Einsatz. Nach der Stimmenauszählung in meinem Wahlkreis habe ich den Wahlverlauf online bis in die frühen Morgenstunden mitverfolgt. Spannend war für mich das Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Kandidaten der Freien Wähler. Das endgültige Ergebnis brachte erst die Stimmauszählung des letzten Wahlbezirks. Wie ist es so, "Gemeinderatsluft" zu schnuppern? Wo konnten Sie schon Akzente setzen oder ihre Ideen einbringen? Zunächst ist die Gemeinderatstätigkeit nicht mit den Verbandstätigkeiten zu vergleichen. Hier haben Entscheidungen eine andere Tragweite.  In der bisher noch kurzen Tätigkeit sind meine Bemühungen eher in technischer und  zwischenmenschlicher Verbesserungsarbeit gewesen. Sie sind jetzt schon ein halbes Jahr im Gemeinderat und mit dabei in den verschiedensten Gremien. Bis zum Ablauf der Amtsperiode am 30. April. 2026 ist es eine lange Zeit: Würden Sie sich wieder aufstellen lassen oder haben Sie sich dieses Ehrenamt anders vorgestellt? Nach meiner bisherigen Erfahrung ist es schon etwas zeitaufwendig, wenn man etwas bewegen oder erreichen will. Dieses Engagement lohnt sich aus meiner Sicht in jedem Fall. Viele positive Erfahrungen in der  Zusammenarbeit mit den Mitbürgern der einzelnen Ortschaften würden meinen Entschluss wiederholen lassen. Wie ist die Zusammenarbeit mit Ihrem Fraktionsvorsitzenden Bernhardt Gehringer? Die Zusammenarbeit mit Bernhardt Gehringer ist für mich sehr konstruktiv und motivierend, da er parteipolitisch sehr erfahren und zwischenmenschlich unkompliziert ist. Seine langjährige Arbeit und Erfahrung im Gemeinderat ist im gegenseitigen Austausch stets spürbar. Haben Sie ein Hobby? Meine Hobbys  als gelernter Automechaniker sind natürlich das Schrauben an Fahrzeugen, sowie das Fahren aller Arten und Größen von Fahrzeugen wie zum Beispiel Bus, Lkw und Motorrad. Wenn noch Zeit neben Familie und Beruf bleibt, bin ich gerne in der heimatlichen Natur unterwegs und im Winter fahre ich gerne Ski. Was möchten Sie noch loswerden? Wichtig in der politischen Arbeit ist es, aufrichtig auf Menschen zuzugehen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben, um ihre Interessen so weit als möglich vertreten zu können. Ich wünsche mir, dass der Ausnahmezustand  aufgrund der Pandemie ein baldiges Ende findet und ein normales Leben miteinander wieder möglich ist. Die Fragen stellte Monika Schütz.