Von 72 abgegeben Stimmen votierten 69 für das bisherige Stadtoberhaupt, zwei stimmten mit Nein und ein Wahlzettel war ungültig. Die Bürgermeisterwahl findet am 4. Februar 2018 statt. Bisher habe sich noch kein Gegenkandidat gemeldet, hieß es.
Der Wahlkampfauftakt der CSU sei für den 5. Januar in der Peter-J.-Moll-Halle geplant, gab Kohmann bekannt. Erstmals entschied die Parteibasis über den Kandidaten. In früheren Jahren wurden zunächst in den Ortsverbänden und dem Stadtverband Wahlmänner zur Kandidatenwahl entsandt, was sich als umständlich und zeitraubend erwies. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hagel fasste zusammen: "Es ist gut, wenn alle Mitglieder wahlberechtigt sind." Aufgrund der großen Resonanz schlug Hagel vor, Versammlungen aller Mitglieder im Zweijahresrhythmus durchzuführen. Manche Mitglieder, insbesondere die jungen, kenne man noch gar nicht.
Kreisvorsitzender Christian Meißner nutzte die Gelegenheit, den Mitgliedern und der Bevölkerung Bad Staffelsteins für die Unterstützung bei der Landratswahl zu danken. "Die meisten Stimmen kamen von Euch", lobte der am 24. September neu gewählte Landrat und hob die Bedeutung der Kommune im Landkreis hervor. Mit der Kandidatenwahl wolle man ein politisches Zeichen im Landkreis setzen. Bad Staffelstein solle weiterhin in den Händen des bewährten Bürgermeisters bleiben.
Vorsitzender Tobias Dusold vom Ortsverband Lautergrund erinnerte an die bevorstehenden Baumaßnahmen in Bad Staffelstein. Er nannte den Feuerwehrumbau, die Sanierung der Bahnhofstraße, das Baugebiet Unterzettlitz und die Versorgung mit Glasfaserkabeln der Kernstadt für das Breitbandnetz der Telekom. Vom Ortsverband Banzgau lobte Vorsitzender Jürgen Hagel die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister im Stadtrat. Er habe alle Projekte mit Bedacht in Angriff genommen und zu keiner Entscheidung gedrängt, obwohl sich manche Kollegen in Geduld fassen mussten. Bei den Baumaßnahmen hätte sich das mit der größtmöglichen Förderung ausgezahlt. Einer der drei Stellvertreter des Ortsverbandes Uetzung-Serkendorf, Stefan Dinkel, freute sich über neue junge Mitglieder in seinem Verband. Die neue Vorsitzende, Christina Gründel, gebe Impulse und bringe frischen Wind in den Ortsverband. Der Vorsitzende des Stadtverbandes, Hans-Josef Stich, hob die Bedeutung der Obermain-Therme hervor, die weiterhin steigende Besucherzahlen aufweise. Man müsse die Gäste jeden Tag überzeugen, dass sie nach Bad Staffelstein kommen. Und dazu braucht es ein gutes Bad und gute Mitarbeiter.
Jürgen Kohmann bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder. Er sei jetzt fast zwölf Jahre Bürgermeister. In seiner Amtszeit seien rund 50 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert worden. Gleichzeitig habe man die Schulden im 3,4 Millionen Euro reduziert. Als eines der nächsten großen Projekte bezeichnete er das neue Feuerwehrgerätehaus für die Uetzinger Wehr mit der Errichtung eines direkt angebauten Gemeinschaftshauses. Er sei für die kommenden Aufgaben motiviert. "Ich will gern die Zukunft mit Euch gestalten", sagte er.
Grußworte sprachen Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) und die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier. Manuela Trebes, Vorsitzende der Frauenunion, gratulierte dem Bürgermeisterkandidaten mit einem Blumenstrauß.