Mit dem Fußballspiel in Buch ist es vorbei. Bei der Hauptversammlung des Turn- und Sportvereins wurde die einstmals stolze und erfolgreiche Abteilung auf Eis gelegt. Vorsitzender Sven Marr schüttelte bedauernd den Kopf. "Wir packen das einfach nicht", so der ehemalige Verteidiger der ersten Mannschaft. Ein Hoffnungsschimmer war das Angebot eines auswärtigen Trainers, der sieben Spieler mitbringen kann. "Auch wenn wir die Mannschaft vollbringen können, fehlen uns immer noch die Reservespieler und die Funktionäre", stellte Marr fest.
Aber da waren noch weitere Probleme, die der TSV kaum stemmen kann. Zum Beispiel hohe Kosten für Spielerpässe. Trotz gesunder Kassenlage wiegte Kassierer Karl-Heinz Knauer den Kopf: "Wir lassen uns auf ein finanzielles Risiko ein.
Was ist, wenn es nicht klappt?", fragte er.

In äußerst schlechtem Zustand

Und da war noch ein Problem: Der Platz ist in einem erbärmlichen Zustand. Platzwart Daniel Bauer berichtete von Maulwurfshaufen und Wühlmausgängen. "Wir müssten den Platz umfangreich sanieren", macht er deutlich, und das könne eine vierstellige Summe kosten.

Der Vorsitzende berichtete von einigen Anfragen anderer Vereine, die einen Trainingsplatz brauchen. Andere wollen ihn für die Vorbereitungsspiele oder sogar als Ausweichplatz nutzen. "Wir könnten alles, auch außen herum, herrichten und den Platz vermieten", stellte er zur Diskussion, gab aber zu bedenken, dass die Duschen samt Boiler instandgesetzt werden müssten.

Ein ganz heikles Thema sprach er mit dem Verkauf des Geländes an, das außer dem TSV-eigenen Sportheim und dem Freisitz der Stadt Lichtenfels gehört. Er bezog sich auf eine Anfrage von Kaufinteressenten. "Der Stadt gehört zwar der Platz, aber ohne unsere Zustimmung läuft da nichts", erklärte Marr. Er verwies auf den unbefristeten Pachtvertrag mit der Stadt Lichtenfels.

In anderen Abteilungen sieht es besser aus

In seinem Kassenbericht hob Karl-Heinz Knauer die erfolgreiche Theaterabteilung hervor, die den Verein mit ihren Aufführungen stets auf gesunde finanzielle Füße stelle. Die Kosten für das Sportheim habe man reduziert. Mit gelegentlichen Vermietungen könne man die Ausgaben für Strom, Wasser und Abwasser niedrig halten. Auch die Ausgaben für andere Sparten hielten sich in Grenzen.

Bei den Neuwahlen schenkten die Mitglieder dem bisherigen Vorstand einstimmig das Vertrauen. Gewählt wurden zum Vorsitzenden Sven Marr, zur Zweiten Vorsitzenden Carolin Hagel, zum Kassierer Karl-Heinz Knauer sowie zur Schriftführer Mike Görbert. Der Verein wird sich wieder an der Dorfweihnacht, am Kinderfest, an der Ausstellung im Stadtmuseum beteiligen.