Lange schon steht das Spital-Gebäude in der Bamberger Straße, unmittelbar neben dem Lauterbach, leer. Nun tut sich etwas: Die Riemer GbR, die seit einiger Zeit Eigentümerin des Baudenkmals ist, hat dem Stadtrat am Dienstag ein Nutzungskonzept präsentiert und zugleich Antrag auf Vorbescheid gestellt. Einstimmig erteilten die Räte, nachdem sie sich ausgiebig über das Projekt informiert hatten, dem Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen.

Konkret plant die Riemer GbR eine Nutzungsänderung für das Gebäude und das angrenzende Areal. Bevor das Haus jedoch umfassend renoviert wird, sollen im Erdgeschoss eine Küche für einen gastronomischen Betrieb sowie ein Toilettentrakt installiert werden.



Kleinkunstbühne und Freisitz

Auf der freien Fläche neben dem Spital-Haus sind ein Biergarten mit teilweise überdachtem Freisitz und eine Bühne für Kleinkunstveranstaltungen vorgesehen. Außerdem sollen im Umgriff des Hauses elf Kfz-Stellplätze - von der Stadt sind nur zehn gefordert - ausgewiesen werden. Ein Antrag auf denkmalpflegerische Erlaubnis wurde mit eingereicht.

Die gedachte Freischankfläche im Garten ist etwa 100 Quadratmeter groß. Die Bühne, die Überdachung und der Freisitz sind hinsichtlich der Gestaltung und der zu verwendenden Baumaterialien so zu wählen, dass sie der städtischen Gestaltungssatzung entsprechen.

Bauamtsleiter Michael Hess erläuterte die Pläne. Die Sanierung des Hauses habe sich als sehr kostenintensiv erwiesen. Deshalb sei nun angedacht, das Gebäude zunächst so zu belassen und es so weit herzurichten, dass es eine gastronomische Nutzung im Außenbereich ermöglicht.

Die Zufahrt zu den elf Stellplätzen soll über eine bereits vorhandene Gasse am Lauterbach entlang, von der Angerstraße aus, erfolgen. Die gepflasterte Zufahrt wurde im Rahmen der Hochwasserfreilegung erstellt, indem das damals an dieser Stelle stehende Zuliani-Haus abgetragen wurde.


Zehn Stellplätze reichen aus

Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) bat darum, den elften Stellplatz zu überdenken. Er sähe es gern, wenn dieser Stellplatz, der direkt an der Sandsteinmauer des Lauterdammes eingeplant ist, nicht ausgewiesen würde. Es wäre schöner, sagte der Bürgermeister, wenn das städtebaulich gelungene Ensemble im Umgriff des Stadtturms frei von parkenden Autos bleiben könnte.

Die Pläne der Riemer GbR fanden im Stadtrat einhellige Zustimmung. Walter Mackert (CSU) freute sich darüber, dass der Stillstand überwunden werde und dass sich an dieser prominenten Stelle etwas tut. Harald Konietzko (SPD) sprach sich ebenfalls lobend aus. Er bat darum, "sensibel mit dem alten Haus umzugehen" und es in seiner Substanz zu erhalten.


Im Staffelsteiner Stadtrat notiert

Ganztagesklasse Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) informierte darüber, dass der Antrag der Stadt auf Einführung einer Ganztagesklasse an der Adam-Riese-Schule von der Regierung von Oberfranken soeben abgelehnt wurde. Weil aber 75 Hortplätze benötigt werden und nur 55 vorhanden sind, ist Eile geboten. Der Stadtrat votierte deshalb einstimmig dafür, 5000 Euro für kleinere Umbauarbeiten in der Schule zu investieren. Die Caritas habe bereits signalisiert, dass sie das Personal für eine dritte Hortgruppe stellen werde. Der Umbau soll in den Ferien geschehen, so dass die dritte Gruppe mit Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung stehen wird.

Bebauungsplan Der vorhabensbezogene Bebauungsplan "Borschd" ist bereits beschlossen. Die Metzgerei Schnapp und das Theramed-Zentrum planen in der Lichtenfelser Straße Betriebserweiterungen. In dieser Sitzung befasste sich das Gremium mit Einwänden von Nachbarn und Ergänzungen der Behörden. Die berechtigten Einwendungen werden in den Plan einfließen, der anschließend noch einmal zur öffentlichen Einsichtnahme ausgelegt wird. Mit dem Satzungsbeschluss ist im September zu rechnen.

Gerätehaus Einstimmig sprachen die Räte das gemeindliche Einvernehmen für den Bau eines Gerätehauses mit Mehrzweckraum für die Feuerwehr von Kümmersreuth aus.

Kommandanten Bestätigt wurden die Wahl des Kommandanten der Feuerwehr Frauendorf und seines Stellvertreters, Rainer Krappmann und Matthias Gründel.

Feuerwehrausrüstung Für die Feuerwehren im Stadtgebiet genehmigten die Räte einstimmig den Kauf von Ausrüstungsgegenständen im Gesamtwert von 44.122 Euro für 2014. Unter anderem erhält die Staffelsteiner Wehr Material im Wert von 16.048 Euro, die Uetzinger von 2598 Euro, die Stublanger von 1733 Euro, die Wolfsdorfer von 1589 Euro und die Stadeler von 1460 Euro. ME