Das Gewässer entwicklungskonzept der Stadt ist unter Dach und Fach. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine mehrjährige Untersuchung und Kartierung der Gewässer dritter Ordnung. Dazu zählen die Döritz sowie Schöntalbach, Krausenbach, Schönbrunner Quellbach, Unnersdorfer Rossbach und Püchitzbach.

Max Wehner vom Nürnberger Büro "Team 4" zeigte den Stadträten am Dienstagabend auf, welche Schwerpunkte er und seine Kollegen bei den Erhebungen setzten.

Bei dem Konzept handelt es sich um eine wasserwirtschaftliche und landschaftsökologische Fachplanung. Die daraus resultierenden Kartierung dient als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der oben genannten Gewässersysteme.

Max Wehner stellte vor, welchen Grundsätzen man folgte. Naturnahe Bachabschnitte gelte es zu erhalten. Gewässer und Aue sollten als Einheit gesehen werden.
Langfristig werde angestrebt, den Unterhaltungs- und Pflegeaufwand zu minimieren und Überschwemmungsgebiete freizuhalten , um das Hochwasser in der Fläche zurückzuhalten. Ein weiteres Ziel sei es, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zu erhalten.

Die Daten und Fakten seien vor allem eine Leitlinie für die kommunale Planung. Für den einzelnen Bürger sei das Konzept nicht verbindlich. Beim Erheben der Fakten bezogen die Nürnberger Wasserexperten den Rat der Einheimischen mit ein. So sei ein Leitbild erarbeitet worden, das aufzeige, wie sich das Gewässer ohne menschlichen Einflüsse entwickelt hätte. Eine der Prämissen beim Erstellen des Konzepts sei gewesen: "Wie kommen wir dem naturnahen Zustand möglichst nahe?"