Eine hochdramatische Rettungsaktion spielte sich am frühen Dienstagmorgen in der Ortsstraße "Schöneck" ab: Die Sirene hatte die Rother Bürger aus dem Schlaf geweckt, dann waren die Martinshörner der anrückenden Feuerwehrfahrzeuge zu hören, die irgendwo im Ort verstummten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren, die um 6.13 Uhr durch die Integrierte Leitstelle (ILS) über den Brand in einem Einfamilienhaus alarmiert worden waren, konnten jedoch einen 62-jährigen Hausbewohner nur noch tot bergen.

Die Brandfahnder der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen; mit einem Ergebnis ist jedoch erst am Mittwoch zu rechnen.


70 Einsatzkräfte vor Ort

Ein Bewohner des Einfamilienhauses in der Straße "Schöneck" hatte am Dienstag kurz nach 6 Uhr den Notruf betätigt und einen Zimmerbrand gemeldet. Rund 70 Einsatzkräfte von zehn Feuerwehren aus den umliegenden Orten sowie Angehörige des Rettungsdiensts und Polizei trafen kurze Zeit später am Brandort ein. Für den 62 Jahre alten Mann, der in einem Zimmer im Erdgeschoss des Hauses lag, kam dennoch jede Hilfe zu spät, der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.


Notfallseelsorger war vor Ort

Unterdessen gelang es der Feuerwehr rasch, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Der zweite Bewohner des Hauses erlitt einen Schock und wurde von Notfallseelsorger Simon Croner und vom Islinger Pfarrer betreut.

Kreisbrandrat Timm Vogler war einer der Ersten, die am Unglücksort eintrafen. Der Sohn des 62-Jährigen, sagt er, habe ihn informiert, dass der Vater noch im Gebäude sei. Das Zimmer im Erdgeschoss stand zu diesem Zeitpunkt lichterloh in Flammen. Die unmittelbar anschließend eintreffenden Feuerwehren mit Atemschutzgeräteträgern bargen den 62-Jährigen. Das sei eine hochdramatische und für die Einsatzkräfte körperlich anstrengende Arbeit gewesen, schildert der Kreisbrandrat das Geschehen. "Wir hatten keine Chance, ihn lebend zu bergen", sagt er, der Notarzt habe noch vor Ort den Tod des Mannes festgestellt.

Das Löschen des Brandes sei relativ unspektakulär gewesen, Routinearbeit für die Feuerwehrleute - um 6.45 Uhr war das Feuer aus.

An dem Anwesen entstand ein Sachschaden von rund 80 000 Euro, teilt die Polizei mit. Weil das Haus jedoch bis auf weiteres unbewohnbar ist, vermittelte die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Lichtenfels, Sabine Rießner (CSU), eine vorübergehende Unterkunft für die beiden weiteren Bewohner des Gebäudes.