Ich mache den Niedergang der Qualität fest an der Unlust deutscher Ingenieure, einen langlebigen Staubsauger konstruieren zu wollen. Sie wissen schon: Dieses Gerät, das noch in den 1950er-Jahren kinderleicht bedienbar war für jedes Blase-Balg, ein Schluckspecht geradezu, der in seinem Inneren selbst größte Holzstücke häckselte, ohne mit der Sauglippe zu zucken.

Und heute? Weicheier mit Stromanschluss. Drei Hundehaare und fünf Hasenköttel bringen selbst Markengeräte aus der Puste. Ich habe im Verlauf von fünf Jahren sämtliche (sauteuren) Typen durch. Für ein Exemplar mit dem V vorndran (in Kulmbach gibt es eine Straße dieses Namens) habe ich 600 Euro hingelegt. High-Tech auf Parkett und Boden? Erst ja, dann aber: Kolbenfresser.