Ich mache den Niedergang der Qualität fest an der Unlust deutscher Ingenieure, einen langlebigen Staubsauger konstruieren zu wollen. Sie wissen schon: Dieses Gerät, das noch in den 1950er-Jahren kinderleicht bedienbar war für jedes Blase-Balg, ein Schluckspecht geradezu, der in seinem Inneren selbst größte Holzstücke häckselte, ohne mit der Sauglippe zu zucken.

Und heute? Weicheier mit Stromanschluss. Drei Hundehaare und fünf Hasenköttel bringen selbst Markengeräte aus der Puste. Ich habe im Verlauf von fünf Jahren sämtliche (sauteuren) Typen durch. Für ein Exemplar mit dem V vorndran (in Kulmbach gibt es eine Straße dieses Namens) habe ich 600 Euro hingelegt. High-Tech auf Parkett und Boden? Erst ja, dann aber: Kolbenfresser.
Logo, kurz nach Garantieablauf.

Dann ein teufelsrotes Gerät aus der B-Schmiede (in Kulmbach gab sich Sabine Krückel, Fernsehmoderatorin, diesen Künstlernamen): letztlich verendet an einer gewöhnlichen Portion Kleintier-Streu (also der Staubsauger, nicht die TV-Frau). Es folgten ferner der Haushaltsreiniger mit dem S (in Nürnberg gibt es eine ganze Siedlung davon/starb den Kurzschluss-Tod) und die M- Variante (reimt sich auf Diele).

Frage: Waren das alles Montagsautos? Oder steckt Methode dahinter? Wollen die nur noch ihre irrwitzig überteuerten Selbstfahrsauger unters krümelnde Volk streuen? Die, die nicht mal den Testschmutz schaffen und sogar an Backpulver (!) scheitern?

Der kluge Hausmann baut vor. Ich reinige die Wohnung künftig wie den Garten: Ich greife zum Laubsauger. Blätter zu Blätter, Staub zu Staub...