Nach dem Verwaltungsgericht Bayreuth entschied auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München gegen den Landwirt aus Eisenwind. Die Berufung gegen das Bayreuther Urteil wurde zurückgewiesen, bestätigte gestern sein Rechtsanwalt Stefan Kollerer, Kulmbach. Offenbar hätten es die Richter so bewertet, dass der Windpark Rugendorf nicht als kumuliertes Vorhaben gesehen werden muss und somit keine allgemeine Vorprüfung notwendig ist.

Revision in Leipzig?

Wird der Kläger Revision einlegen? "Ob wir zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gehen, muss noch geklärt werden, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt", sagte Kollerer. Zum Hintergrund: An der Grenze der Landkreise Kulmbach und Kronach plant die Naturstrom AG Forchheim den Bau von sieben Windrädern, jedes 200 Meter hoch: vier Anlagen im Kreis Kulmbach - drei auf der Fichtichhöhe zwischen Esbach und Grafendobrach und eine bei Eisenwind - sowie drei bei Wötzelsdorf, Kreis Kronach. Weiske klagte gegen die Windräder in der Nähe seines Wohnorts Eisenwind, die vom Landratsamt genehmigt worden waren.

Weitere Klage

Eine weitere Klage ist gegen die drei Windräder auf der Fichtichhöhe anhängig: von einem Naturschutzverband und von einem Privatmann aus Grafendobrach. Hier fand noch keine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth statt.