Unfallverursacher war der 61 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters, der zu einem Bauunternehmen aus dem Landkreis Lichtenfels gehört. Der Mann wollte von Bayreuth kommend offensichtlich trotz Gegenverkehrs noch überholen. Doch das Manöver missglückte.

Der Kleintransporter prallte erst mit einem Audi A2 zusammen, bei dem ein Kulmbacher am Steuer saß. Anschließend kollidierte der Kleintransporter noch mit einem Audi Q 5 aus dem Bereich Mettmann (Nordrhein-Westfalen), in dem zwei Männer (62 und 67 Jahre) saßen.

Der erste Audi rollte nach dem Aufprall völlig beschädigt noch etwa 100 Meter an der Leitplanke Richtung Kulmbach zurück und verlor dabei Kraftstoff, der von der Feuerwehr gebunden werden musste.

Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer des A2 unter Alkoholeinfluss stand.

Alle vier Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt, erlitten vermutlich Schleudertraumen. Der Schaden wird auf rund 75 000 Euro geschätzt.

Die Bundesstraße war für längere Zeit total gesperrt. Autos wurden über Mangersreuth umgeleitet, für größere Lkw war das nicht möglich, deren Fahrer mussten sich bis zur Freigabe der Straße gedulden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Kulmbach mit 30 und die Feuerwehr Lindau mit sechs Kräften. Sie kümmerten sich um das Ausleuchten der Unglücksstelle, den Brandschutz und die Sicherung der Vollsperrung.