Einstein ist gestorben, Newton ist tot - und mir ist auch schon ganz schlecht. Kennen Sie diesen (Un-)Sinnspruch, mit dem wir unseren Lehrern in der Schule kundtun wollten, dass zuviel Intelligenz vielleicht gar nicht so gesund ist? Aber was ist heutzutage schon noch gesund?

Was da jeden Tag für neue Hiobsbotschaften auf uns herniederprasseln. Neulich habe ich gelesen, dass Sitzen depressiv macht - upps, da komme ich allein auf der Arbeit am Tag auf neun bis zehn Stunden.

Überstunden sind gefährlich

Und es kam noch schlimmer, denn ich musste erfahren, dass Überstunden dick machen (sollen). Machte mich das in Verbindung mit dem langen Sitzen nicht zu einem doppelt Gefährdeten? Ist das durch meine Versicherung abgedeckt? Die Nervosität stieg, zumal die Batterie in unserer Hauswaage ihren Geist aufgegeben hatte und ich mein Risikopotenzial nicht umgehend einschätzen konnte.

In dem ganzen Dilemma sind Corona-, Grippe- und andere Viren noch gar nicht enthalten. Was also tun zur persönlichen Risikominimierung? Eine Antwort könnte lauten: Möglichst das Haus nicht verlassen, besser liegend essen und fernsehen und den Arbeitgeber informieren, dass man - aus Sicherheitsgründen - erstmal nicht mehr vorhabe, ins Büro zu kommen.

Bis das Zwerchfell vibriert

Nun ja, das mühsame Beseitigen der Tomatenflecken aus dem hellen T-Shirt führt zum Anschwellen der Handgelenke, das ständige Liegen sorgt für Genickstarre und der vermutliche Wutausbruch des Chefs ("Du kriegst höchstens eine hinter die Löffel") am Telefon lässt das Zwerchfell vibrieren. Wie man es auch macht, gesünder wird's wohl nicht.

Diese Zeilen schrieb Ihnen im Sitzen: Dietmar Hofmann