Die Straßen des Marktes Thurnau sind dringend sanierungsbedürftig. Aus diesem Grund hat die Marktgemeinde eine Bedürftigkeitsliste aufgestellt. Die soll von oben nach unten abgearbeitet werden. Im Haushalt 2021 sind für Straßensanierungen rund 200 000 Euro eingeplant. Jetzt vergaben die Gemeinderäte die vier nötigsten Sanierungsmaßnahmen.

Konkret geht es dabei um die Gemeindeverbindungsstraßen von Partenfeld nach Reuthersberg und von Tannfeld nach Pleofen. Bei der Straße zwischen Leesau und Welschenkahl ist die Hälfte der Straße bereits asphaltiert, die andere Hälfte allerdings nur geschottert. Auf den geschotterten Teil soll eine Asphaltschicht aufgebracht werden, erläuterte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU). Und: Auch der Gehweg in der Maximilianstraße sei in einem miserablen Zustand. "Da nutzt ausbessern nichts mehr. Den müssen wir machen", sagte der Bürgermeister.

Alle vier Vorhaben vergab die Marktgemeinde für eine Angebotssumme in Höhe von 188 060 Euro. Den Zuschlag bekam die Firma Guttenberger Straßenbau. Noch im Spätsommer wollen die Mitarbeiter die Straßenabschnitte sanieren.

Aus dem Gemeinderat

Der bestehende Bebauungsplan "Südlich der Rottlersreuther Straße" in Hutschdorf wird um die Flurnummern 301, 300, 299, 296 und 297 ergänzt. Die Änderung des Bebauungsplanes ist nötig, um weitere Parzellen zu erschließen. Konkret geht es um drei Bauvorhaben, die alle kurzfristig realisiert werden sollen. Der Bebauungsplan geht jetzt in die Auslegung und in die Öffentlichkeitsbeteiligung.

Bürgermeister Bernreuther informierte die Mitglieder des Marktgemeinderates zudem über den Antrag des Tennisclubs Weiß-Blau. Auf dem Grundstück mit der Flurnummer 773 soll eine Tennishalle mit Aufenthaltsräumen entstehen. Die Halle wird in Leichtbauweise erstellt. Ein Beschluss des Gemeinderates war nicht nötig, da das Bauvorhaben den Festsetzungen entspreche.

Veit Pöhlmann (FDP) regte an, einen Stellplatznachweis zu fordern. Bürgermeister Bernreuther sah jedoch keine Probleme. Denn an der Verkehrssituation ändere sich nichts, unabhängig davon, ob draußen oder drinnen gespielt werde.

Die Firma Plan-und-Garten aus Neudrossenfeld hat indes den Auftrag für Arbeiten zur Ertüchtigung des Eingangs an der alten Sparkasse für eine Angebotssumme in Höhe von knapp 5000 Euro bekommen. Der dortige Eingang soll behindertengerecht werden. Dabei gilt es, die Pflasterung und das Umfeld anzupassen.

Die Firma Jürgen Kolb soll zudem für 2856 Euro Kellertrennwände in das ehemalige Sparkassengebäude einbauen.

Neue Straßenleuchten

Am Schlossweiher sollen zwei rundum strahlende Straßenleuchten aufgestellt werden, beschlossen die Gemeinderäte. Der genaue Standort wird nach einem Ortstermin mit den Fraktionen noch festgelegt.

Auf der Grünfläche beim Marktbrunnen soll zudem eine E-Bike-Ladestation entstehen. Sie soll allerdings nur für eine Saison vor Ort bleiben – zukünftig soll sie vor dem Café Moments ihren dauerhaften Standort finden.

Einstimmig beschlossen die Thurnauer Gemeinderäte die Eintrittspreise für das örtliche Freibad. Erwachsene zahlen in dieser Saison zwei Euro, Kinder die Hälfte. Die Dutzendkarte kostet für Erwachsene 20 Euro, für Kinder zehn Euro.

Darüber hinaus stimmte der Markt Thurnau zu, dass das Anwesen Hopfenleithe 11 in das kommunale Fassadenprogramm aufgenommen wird. Dadurch ist eine Förderung möglich. Der Markt schließt zu diesem Zweck einen Sanierungsvertrag mit dem privaten Eigentümer.

Noch keine Entscheidung fällten die Gemeinderäte allerdings bezüglich des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Die Räte sprachen sich dafür aus, die verschiedenen Büros zu einer Vorstellungsrunde einzuladen und sich die sehr unterschiedlichen Konzepte erläutern zu lassen.

Spielplatz wird zu Bolzplatz

Die Geräte auf dem Spielplatz in Alladorf kamen nicht durch den TÜV. Aus diesem Grund beschlossen die Räte, den Spielplatz zu einem Bolzplatz umzugestalten.