Basket-Ballbundes ligist Medi Bayreuth hat seine zuvor vier Spiele anhaltende Durststrecke beendet: Im Frankenderby feierten die Wagnerstädter einen verdienten 90:77 (34:35)-Erfolg über die s.Oliver Baskets Würzburg und konnten auf den 11. Rang vorrücken.

Nach ausgeglichener ersten Spielhälfte und hauchdünner Pausenführung der Gäste kamen die Schützlinge von Predrag Krunic vor knapp 3200 Zuschauern mit Volldampf aus der Kabine. Bayreuth startete mit einem 14:0-Lauf in's dritte Viertel (48:35/23.), bevor Würzburgs diesmal unauffälliger Topscorer Demond Carter nach vollen drei Minuten die Flaute in der Offensive beendete und zwei seiner insgesamt lediglich sechs Punkte markierte.
"Von dem Vorsprung haben wir im weiteren Spielverlauf gelebt. Denn die Würzburger ließen sich nicht so einfach abschütteln und konnten mehrfach verkürzen", befand Medi-Guard Nicolai Simon nach Spielende.
Und in der Tat, die Gäste witterten noch einmal Morgenluft, als Maxi Klebers Dreier in der 38. Minute zum 72:79-Zwischenstand durch die Reuse zischte. Die beiden kurz darauf folgenden Dreierversuche der Unterfranken waren jedoch nicht erfolgreich, und die Medi-Korbjäger zogen durch Brian Qvale, Simon und Sead Sehovic wieder auf 86:72 (39.) davon und gewannen schließlich mit 90:77.

"Es war ein sehr gutes Spiel. Die Jungs haben gut gekämpft und eine sehr gute Verteidigung gespielt", lobte Bayreuths Coach Predrag Krunic seine Truppe, die während der Woche mit Grippe und leichten Verletzungen zu kämpfen hatte. "Mit dem Start war ich nicht zufrieden, die Verteidigung war nicht intensiv genug. Daher habe ich viel gewechselt, und die Mannschaft hat gut reagiert. Das hat Kraft und Energie gebracht."

Topscorer bei Bayreuth war Sead Sehovic, der 19 Punkte erzielte und gemeinsam mit Simon Schmitz den grippeerkrankten Kevin Hamilton im Spielaufbau vertrat. Bei den Gästen wusste Eigengewächs Maxi Kleber mit 16 Zählern zu gefallen, gefolgt von Ex-Nationalspieler Chris McNaughton, der seine 15 Punkte allesamt vor dem Seitenwechsel markierte, danach aber gänzlich abtauchte.


Medi Bayreuth - s. Oliver Baskets Würzburg 90:77 (18:17, 16:18, 32:21, 24:21)

Bayreuth: Sehovic (19 Punkte/3 Dreier), Weems (16/1), Qvale (15/0), Simon (14/3), Burrell (14/1), Heyden (6/0), Wyrick (3/1), Schmitz (3/1), Zeis, Hamilton.
Würzburg: Kleber (16/3), McNaughton (15/0), Mack (9/3), McKinney (8/2), Betz (8/1), Little (7/1), Harris (6/0), Carter (6/0), Spoden (2/0), Stuckey, Jacobson.
Zuschauer: 3184.