In der eigenen Heimat gibt es viel zu entdecken. Das aufzuzeigen, ist seit Jahren das Anliegen der Grundschule Thurnau. Deshalb hat Schulleiterin Anne Greim das Großprojekt "Unserer Heimat Thurnau auf der Spur!" ins Leben gerufen. Im Rahmen der Projekttage erkundeten die Schüler bereits Brauchtum und alte Gebäude, das Thurnauer Schloss, alte Handwerksberufe, insbesondere das Töpferhandwerk. In diesem Jahr steht die Thurnauer Arbeitswelt auf dem Themenplan. Die Schüler aller Klassen unternahmen deshalb Betriebserkundungen. Und so mancher Knirps staunte, was Thurnau alles zu bieten hat.


Ganz andere Bohrmaschine

"Ich wusste schon, dass die Firma Maja irgend etwas mit Möbeln zu tun hat, aber so genau wusste ich nicht Bescheid", erklärte Sophia Lakomy (9). In einer Betriebsführung erklärte Ulf Heckmann, der eigentlich für den Bereich Technik und Arbeitssicherheit bei Maja
zuständig ist, die einzelnen Arbeitsschritte. "Das ist eine Bohrmaschine", zeigte Heckmann auf eine riesige Maschine. Nur wurde eben mit dieser Bohrmaschine nicht nur ein Loch gebohrt - wie zu Hause, sondern gleich mehrere. Und tatsächlich wurden Selbstaufbauregale für Ikea vorgebohrt, als ob sie nicht aus Holz, sondern aus Pappe wären. "Mich interessieren die Maschinen sehr. Sogar das Löcherbohren ist ganz anders", staunte Lars Zimmermann (9).
Zimmermann traute sich sogar, einmal auf dem großen Stapler Platz zu nehmen. Absoluter Höhepunkt allerdings war der selbsttätige Roboter bei Maja. Er sucht sich die Einzelteile für die Regale selbst zusammen, bündelt sie.
Die Kinder der Grundschule Thurnau waren auch bei der Schreinerei Bartels zu Gast, beim Autohaus Gernet, bei Maxit in Azendorf. In der Autobahnmeisterei konnten sie die großen Maschinen einmal persönlich in Augenschein nehmen. Außerdem statteten sie der Großbäckerei Schleicher und dem Biobauernhof Scherm einen Besuch ab, schauten bei Kasendorfer Frischeier hinter die Kulissen.
Und auch die Firma Schwender, Edeka Thurnau, die Arztpraxis Seitter und die BRK Leitstelle Thurnau öffneten ihre Pforten.


Wie man richtig Zähne putzt

In der Zahnarztpraxis Weigel konnten die Schüler einmal selbst einen Zahnabdruck erstellen - und ganz nebenbei lernten sie, wie man Zähne richtig putzt. "Unser Projekt erstreckt sich über drei Jahre. Uns ist es wichtig, dass die Kinder einmal sehen, was es in der Heimat alles für Möglichkeiten gibt", sagte Schulleiterin Anne Greim und freute sich über das große Interesse, das die Schüler zeigten.