Dass die Rugendorfer Theatergruppe um Regisseur Matthias Keller für beste Unterhaltung und volle Zuschauersäle sorgt, ist seit Jahren hinlänglich bekannt. Jetzt setzt die quirlige Truppe noch einiges oben drauf.

Schon seit Wochen bauen die Theaterleute - allen voran Franz Schnaubelt und Albert Müller - am Bühnenbild. Die im vergangenen Jahr erstmals eingesetzte Bausatzbühne, die in kürzester Zeit aufstellbar ist, wird in diesen Tagen in den Speisewagen eines Personenzugs verwandelt - mit allem Komfort.

Die Sache mit dem Überfall

Denn genau dort spielt das neue Stück, das die Akteure seit Oktober vergangenen Jahres (!) einstudieren.
Die Kriminalkomödie in drei Akten trägt den Titel "Stress im ChampusExpress". Und der wird nicht nur dadurch ausgelöst, dass sich in besagtem Zug auf der Strecke zwischen München und Bamberg ein Räuberpärchen befindet, das nach vollbrachter Tat am Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg die Fliege machen möchte. Pech nur, dass der Zug aus technischen Gründen dort nicht Halt macht ...

Was sich dann in dem Speisewagen abspielt, ist ein komödiantisches Spießrutenlaufen auf mehreren Ebenen. Denn neben dem plötzlich notwendigen Improvisationstheater des Räuber-Duos spielt auch der Umstand eine Rolle, dass sich ein zur Privatisierung verdammtes Bahnpersonal nicht unbedingt so verhält, wie es ein an Champagner gewöhnter Fahrgast gewohnt ist...

Neuland betreten

Für Regisseur Matthias Keller und sein Ensemble ist es nach eigenem Bekunden eine Herausforderung, mit einer Krimi-Komödie ein neues Genre anzugehen. "Vor drei Jahren hätte ich uns das noch nicht zugetraut", urteilt Keller und meint damit nicht nur die persönliche Entwicklung der Schauspieler, sondern auch die Komplexität der Szenen in dem Stück.

13 statt acht Rollen

Und die wird nicht zuletzt daran ersichtlich, dass heuer erstmals nicht weniger als 13 Akteure auf der Bühne durch besagtes Zugabteil wuseln werden. "Normalerweise arbeiten wir mit acht Rollen", erklärt der Rugendorfer.

Ein anderes Indiz für den Anbruch neuer Theaterzeiten auf der Rugendorfer Bühne ist der Aufwand für Licht und Ton, wie Keller erklärt. Drei Techniker kümmern sich nicht nur vor, sondern auch während der Vorstellung darum, dass die Zugfahrt möglichst realistisch beim Publikum rüberkommt. Die Frage, ob es wohl um Tunnelfahrten und solche Dinge geht, beantwortet der Regisseur diesmal ungewohnt wortkarg: "Ja", sagt Keller, der in diesem Jahr nicht selbst auf der Bühne stehen, sondern "nur" Regie führen wird. Weitere Erläuterungen zu technischen Raffinessen beim "Stress im ChampusExpress" wollen dem Mann mit dem vielsagenden Lächeln diesmal einfach nicht über die Lippen kommen...

Die Besetzung

Albert Müller, Franz Schnaubelt, Jonas Gleich, Manfred Gredlein, Manuel Rödel, Sandra Walter, Sandra Lamnek, Melanie Hohner, Lena Kraus, Karin Schmidt, Sabrina Nützel, Anja Rosenberger und Nina Dietrich.

Die Termine

Premiere für "Stress im ChampusExpress" ist am 21. März im Haus der Jugend. Weitere Aufführungen folgen am 28. März und am 29. März, jeweils im Haus der Jugend in Rugendorf.

Der Vorverkauf

Karten im Vorverkauf gibt es bei Ramona Löffler unter der Rufnummer 0170/5528932 oder bei der Filiale der Kulmbacher Bank in Rugendorf.