Kupferbergs Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) ging bei der Jahresabschluss-Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend auf die "Energetische Teilsanierung des Rathauses und Abbau der Barrieren des Rathauses" ein, die im Rahmen des Kommunalen Investitionspaketes (KIP) mit einem Zuschuss in Höhe von 211 500 Euro gefördert wird. Im damaligen Förderantrag ging das Ratsgremium von Gesamtkosten in Höhe von 296 200 Euro aus. Die jetzt vom Architekturbüro Harald Schramm aktualisierte Kostenberechnung geht nunmehr von Kosten von 430 200 Euro aus, also einer Steigerung von 134 000 Euro. Insbesondere sind darin die zusätzlich erforderliche Turmsanierung sowie die während der Planungsphase geäußerten zusätzlichen baulichen Wünsche enthalten. Einstimmig nahm der Stadtrat die Mehrkosten zur Kenntnis. Das Architekturbüro wird jetzt die Ausschreibung in die Wege leiten. Gleichzeitig sind von der Verwaltung die entsprechenden Fördermittel wegen der zusätzlichen Turmsanierung zu beantragen.

In Sachen Dorferneuerung und Förderoffensive Nordbayern für das Projekt "Umbau der ehemaligen Schule zu einem Gemeindezentrum" vergab der Stadtrat einstimmig die erforderliche Gebäudevermessung nach der Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter Oliver Hauck aus Frankfurt zum Angebotspreis von 6245 Euro.

Mit dem Aufstellungsbeschluss für die Ausweisung eines neuen Wohngebietes hat der Kupferberger Stadtrat am 9. Mai 2017 die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Hinsichtlich der Thematik Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung steht die Stellungnahme des Ingenieurbüros noch aus, sagte Kolenda. Erst wenn diese vorliegt und die grundstücksrechtlichen Fragen geklärt sind, kann das Architekturbüro die entsprechenden Planunterlagen erarbeiten. Sobald die Planungen vorliegen wird der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen den entsprechenden Beschluss treffen.

Einwände hatte das Ratsgremium gegen die Verlegung eines Telekomkabels über öffentlichen Grund zum Anwesen der Familie Lotter an der Hofer Straße 24.

Ein großes Lob und dickes Dankeschön sprach Bürgermeister Alfred Kolenda dem Mitbürger Karl-Heinz Mertel aus, der alleine in ganz Kupferberg für die Kriegsopfer sammelte sowie sage und schreibe einen Betrag von 915 Euro zusammen brachte.

Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) schaute in seinem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück. Angegangen wurde das Projekt Umbau der ehemaligen Schule zum Gemeindezentrum, gut vorangeschritten ist bereits die Umgestaltung des Jugendheims zum Bauhof. Im Fokus stehen die Verbesserung und Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, der weitere Sanierung von Wasserschiebern sowie des Rathauses und nicht zuletzt die Neuausweisung von Bauparzellen. Die Verschuldung der kleinen Bergbaustadt sank um 161 000 Euro von 889 000 Euro auf aktuell rund 728 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt derzeit rund 700 Euro. Die Stadt Kupferberg wird zum Jahresende 2017 fast 700 000 Euro an Rücklagen haben. Eingenommen werden wohl 235 000 Euro an Gewerbesteuer, 50 Prozent mehr als veranschlagt. Kupferberg bekommt zudem wieder 250 000 Euro an Stabilisierungshilfe.

Vonseiten der CSU-Stadtratsfraktion lobte Karl Schott die parteiübergreifende Zusammenarbeit im Ratsgremium sowie mit Bürgermeister Alfred Kolenda und der Verwaltung. Im kommenden Jahr 2018 gelte es einiges abzuarbeiten. Werner Stapf sagte für die UKW- und SPD-Fraktion, dass es nach einem turbulenten Jahr nun heiße, gemeinsam den guten Weg Kupferbergs weiter zu gehen.