Vor fast genau zwei Jahren beendete die Baggerschaufel das Dasein des Löschwasserbehälters in Wernstein. Die unmittelbare Nähe zum Schloss war schließlich ausschlaggebend für die Beseitigung des "Betonklotzes".

Bund der Steuerzahler hatte Kosten für Bau und Abriss gerügt

Der Bund der Steuerzahler hatte in seinem Bericht die Gesamtkosten in Höhe von 61.000 Euro für Bau und Abriss explizit gerügt. Es sei eine sehr schwierige Situation und letztlich auch Entscheidung gewesen, aber man habe im Gremium den einstimmigen Beschluss gefasst, das Versicherungsangebot anzunehmen. "Wir haben so wenigstens einen Anteil durchgeboxt." Es habe im Laufe des Verfahrens nicht immer danach ausgesehen, dass die Gemeinde überhaupt Versicherungsgelder sieht.

Andere Lösungen, etwa eine gerichtliche, seien nicht darstellbar gewesen, so Adam. "Zugegeben, es sind Fehler passiert. Aber man muss im juristischen Sinn jemandem eindeutig Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen können - also mir als Bürgermeister, dem Ingenieurbüro, dem Gemeinderat oder wem auch immer." Ein Jurist, den die Gemeinde mit der Prüfung des Vorgangs beauftragt hatte, habe bestätigt, "dass es diesen Jemand mit der klaren Schuld nicht gibt". Dazu sei ein lückenloser Nachweis von Pflichtverletzung bis Schaden nötig. Diese schlüssige Kette liege hier nicht vor. "Wir hätten also kein belastbares Urteil, nur zusätzliche Kosten."

Abgesehen von der Kostenfrage bleibt festzuhalten: Wernstein hat nach wie vor keinen neuen Löschwasserbehälter. Adam bleibt dabei: Der Standort vor dem Schloss sei der richtige gewesen, deshalb hatte er damals auch gegen den Abriss gestimmt. "Er wäre dort für alle Notfälle und Eventualitäten zu erreichen gewesen."

Alternative eine Nummer kleiner?

Zu überlegen sei nun, ob die Gemeinde auch mit einer Variante eine Nummer kleiner auskäme, also mit einem Fassungsvermögen von 75 statt 100 Kubikmetern. Adam könne sich eine unterirdische Lösung vorstellen. Das Thema jedenfalls bleibe aktuell auf der Agenda.