Fast 200 Speichelproben wurden im Zuge der neuen Ermittlungen im Kulmbacher Tankstellenmord bei der Bayreuther Kripo abgegeben. Zur Teilnahme an dem DNA-Massentest wurden Männer aus dem Umfeld von Mordopfer Herbert Dippold gebeten, die inzwischen teilweise im Ausland wohnen.

Die Aktion sei "bis auf wenige Ausnahmen" abgeschlossen, bestätigt Polizeisprecher Alexander Czech. Ob die neue Spur zum Täter führt, weiß die Kripo noch nicht. "Die Proben müssen von der Rechtsme dizin untersucht und abgeglichen werden", so Czech. Er rechnet nicht damit, dass vor Ende November Ergebnisse vorliegen.


Großes Medienecho

Ein großes Medienecho haben die Berichte auf infranken.de über die neue Spur im Mordfall Dippold vor drei Wochen ausgelöst.
Neben den oberfränkischen Tageszeitungen und Lokalradios und TV Oberfranken haben auch überregionale Medien wie der Bayerische Rundfunk und Sat1 den Fall aufgegriffen.

Im Filmbeitrag von Sat1 heißt es: "Cold cases - so nennen Ermittler ungeklärte Mordfälle, die schon Jahre zurück liegen. In Oberfranken gibt es einen seit 30 Jahren ungelösten Fall. Ein Tankstellenbesitzer aus Kulmbach wurde damals ausgeraubt und ermordet. Jetzt gibt es eine neue Spur. Ist das der Durchbruch?"

Der Nordbayerische Kurier schreibt über den Kulmbacher Tankstellenmord: "Vielleicht hat Dippold dem Mörder völlig ahnungslos die Tür geöffnet. Dies wäre eine Erklärung für die äußerste Brutalität, die der Täter an den Tag legte. Heftige Schläge auf den Schädel und ins Gesicht, dann die Stiche in Gesicht und Brust - wer so handelt, der möchte auf keinen Fall erkannt werden. Aber auch dieser Mörder hat an seinem Tatort Spuren hinterlassen - die vielleicht jetzt erst gelesen werden können."


Kulmbacher erinnern sich

TV Oberfranken macht eine Straßenumfrage. Auch heute noch können sich die Menschen in Kulmbach gut an den Raubmord erinnern. "Der Täter ist noch immer auf freiem Fuß, denn der Fall konnte bis heute nicht aufgeklärt werden." tir